Der Chinese

Benjamin Lauterbach
Schweizer Erstaufführung

Kurzbeschrieb

«Der Chinese» wurde am 07. Mai mit dem NachSpielPreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet! Dieser Preis ist verbunden mit einer Gastspieleinladung zu den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin, die Produktion wird 2018 im dortigen Rahmenprogramm gezeigt werden. Weitere Anwärter auf den NachSpielPreis waren das Staatstheater Karlsruhe und das Burgtheater Wien.

Die Schweiz – einige Jahre in der Zukunft: Es herrscht allgemeiner Wohlstand, die Menschen sind glücklich. Sie leben nachhaltig, ernähren sich ausschliesslich von biologischem Essen und fühlen sich in ihrer ökologischen Idylle «reich beschenkt». Doch dieses perfekte Dasein hatte seinen Preis: Die Europäische Union ist Vergangenheit und die Grenzen wurden dicht gemacht. Seither sichert ein Zaun das Land und jeder, der nicht willig ist, sich zu integrieren, wird ausgeschafft. Strenge Gesetze für eine nachhaltige und gesunde Lebensweise sowie eine Politik ganz im Zeichen von Familie und Natur sorgen für Ordnung. Kurzum: Die kleine Schweiz ist ein leuchtendes Beispiel für den Rest der Welt. So auch für das rückständige China, das ausgewählte Vertreter in Schweizer Familien schickt, um von dieser Insel der Glückseligen zu lernen.
Einer dieser Vertreter ist Herr Ting, der in das Haus des Erfinders Alexander und dessen Frau Gwendolyn kommt. Die Musterfamilie – vor allem die Kinder Maria-Lara und Niclas – ist in heller Aufregung. Bei Fruchtsaft und Wellness-Food versucht Ting, die Geheimnisse der Schweiz zu entschlüsseln und stösst dabei zunehmend auf kleinere und grössere Abgründe. Doch Ting, in der Rolle des Kulturbotschafters seines Landes, wahrt zunächst die Fassung und verteilt höflich Geschenke. Allesamt aus Plastik! Die Kinder sind entzückt, die Mutter entsetzt. Und als der mit Smartphone, Kamera und Wachmacher-Pillen ausgestattete Ting sich auch noch für Alexanders geheime Erfindungen zu interessieren beginnt, gerät alles aus den Fugen. Die Grundfesten der Schweizer Ordnung sind in Gefahr! Am Ende bleibt nur eins: Der Chinese muss weg!

Mit seiner hochkomischen Groteske «Der Chinese» wurde der 1975 geborene Benjamin Lauterbach 2011 zum Berliner Stückemarkt eingeladen. Die ursprünglich als düstere Dystopie über die deutsche Mentalität verfasste Science-Fiction-Farce, wird nun auf die Schweiz adaptiert. Ein bitterböses, irrwitziges und höchst amüsantes Horror-Szenario in wunderbar dürrenmattscher Manier.

Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Materialmappe für den Unterricht

Nominiert für den NachSpielPreis des Heidelberger Stückemarkt!
Das Gastspiel in Heidelberg wird unterstützt von
Pro Helvetia

Dauer
1 Stunde 25 Minuten (keine Pause)

Ort
Biel: Stadttheater
Solothurn: Stadttheater

Pressestimmen

«Regisseur Max Merkel macht aus der Vorlage keineswegs eine die - an sich zukunftweisende! - Ökobewegung diffamierende Horrorvision, sondern mit viel Slapstick und ausnehmend witzig und komödiantisch agierenden Protagonisten ein spritzig-humorvolles Familienstück mit überraschendem Ausgang.»
Charles Linsmayer, Der Bund, 14.01.2017

Weitere Pressestimmen

Trailer

Besetzung

Inszenierung
Bühnenbild und Kostüme
Dramaturgie
 

Alexander, Vater
Gwendolyn, Mutter
Niclas, Sohn
Maria Lara, Tochter
Der Chinese

Auswärtige Vorstellungen

Do
02.02.17
19:30
So
30.04.17
18:30
 
deutsch
français