Tell

Daniela Janjic nach Friedrich Schiller

Kurzbeschrieb

Entfacht durch das Aufbegehren der Innerschweizer gegen den Reichsvogt Gessler und durch das Einschreiten von Wilhelm Tell, befreien sich die Eidgenossen von der Willkür der Habsburger.

Wie jedem Gründungsmythos ist auch die Tell-Legende mit unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Bedeutungen aufgeladen: Freiheitskampf, Staatsgründung, Lob der Gemeinschaft, genauso aber auch mit der Abschottung von der Aussenwelt. Sowohl die «hellen» wie die «dunklen» Seiten der Tell-Saga prägen die Schweizer Identitätsfindung bis heute. Auf der einen Seite steht der demokratische Staat, der auf Freiheit und Gleichheit fusst und sich über Vernunft und Solidarität definiert. Auf der anderen Seite steht die Instrumentalisierung genau dieser Werte, um Rückzug und Ausgrenzung zu rechtfertigen. Steht uns mit Wilhelm Tell ein Attentäter oder ein Freiheitskämpfer gegenüber? Begriffe wie Freiheit und Sicherheit lassen Spielraum für verschiedene Auslegungen. Was bedeutet uns Tell heute? Was passiert mit dem grösseren Zusammenhalt in einem bröckelnden Europa? Wer sind heute die Tyrannen, und wer die Unterdrückten? Wer darf «Obergrenzen» bestimmen? Und gibt es eine berechtigte Form der Gewalt ausserhalb der Gesetze?

Unter der Leitung von Regisseur Jérôme Junod, der Autorin Daniela Janjic und TOBS-Theaterpädagogin Isabelle Freymond nähern sich junge SpielerInnen unterschiedlicher Herkunft zusammen mit dem Schauspielensemble über die Dauer der ganzen Saison dem Mythos Wilhelm Tell. Das Zusammenspiel verschiedener Sprachen und Kulturen wird die Vielfalt und Pluralität unserer Gesellschaft lustvoll aufgreifen und ab Mai 2018 auf die Bühne bringen.

Daniela Janjic erweitert den Stoff um einen neuen Blick befragt und belebt ihn. Sie wurde in Bosnien und Herzegowina geboren und ist in der Schweiz aufgewachsen. Studiert hat sie am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Heute lebt sie in Berlin.

Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Materialmappe für den Unterricht

Dauer
ca. 2 Stunden (inkl. Pause)

Mit freundlicher Unterstützung von
AMIS Stadttheater Biel / Théâtre municipal de Bienne
Cendres et Métaux
Elisabeth Bachtler Stiftung
Franziska und Christoph Cottier
Landis & Gyr Stiftung
Lions Club Bienne
Migros-Kulturprozent
Rotary Club Biel/Bienne
Schweizerische Eidgenossenschaft - Bundesamt für Kultur
Stiftung Vinetum
Tharice Foundation
Theaterverein Biel
TOBS VIPClub 360

Pressestimmen

«Die Unbefangenheit [des jungen Ensemble] nimmt dem Stoff die Schwere. Und das wiederum fand das Premieren-Publikum toll.»
Christian Strübin, SRF Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 11.05.2018

Weitere Pressestimmen

Trailer

Besetzung

Inszenierung
Leitung Junges Ensemble
Bühnenbild
Kostüme
Choreographie
Dramaturgie
 

Gessler
Attinghausen
Hedwig Tell
Melchtal
Ulrike von Rudenz
Berthold von Bruneck
Wilhlem Tell
Walther Fürst
Swissness
Junges Ensemble
(Junges Theater Biel)
Vera Bolliger, Nadine Bourban, Manuel Djurovic, Pajtime Dodaj, Fiona Fankhauser, Beqir Fetahi, Fabiola Filippopulos, Heston Graber, Asso Husseini, Martina Inniger, Melani Kostadinova, Antonia Laubscher, Gino Rösselet, Eva Schneider, Aline Schüpbach, Paul Wongprakon, Jessica Woodtli

Auswärtige Vorstellungen

Do
17.05.18
19:30
 
deutsch
français