Die Marquise von O...

Nach Heinrich von Kleist

Kurzbeschrieb

Die Marquise Juliette von O. ist schwanger und weiss nicht von wem. Doch das glaubt der jungen Witwe niemand! Von ihren Eltern verstossen, ist sie auf sich allein gestellt, um den unbekannten Vater zu finden. Doch erst mit der Zeit wird der Marquise bewusst, dass ihre Schwangerschaft mit jener unheilvollen Nacht zu tun hat, die sie vehement zu verdrängen versucht: Russische Truppen hatten das Familiengut überfallen. Engelsgleich erhörte ein Graf F. ihre Hilferufe. Danach verblasst die Erinnerung; die Marquise fiel in Ohnmacht … Doch es stellt sich heraus, dass eben jener vermeintliche Retter ihr Vergewaltiger und Vater des ungeborenen Kindes ist. Graf F. hält sogar um die Hand der Marquise an – und diese muss nun eine schwere Entscheidung treffen...

Wie in einem Kriminalroman spürt Kleist dem Schicksal der Marquise nach. Die Problematik der Gewalt gegen Frauen bleibt dabei heute – auch jenseits von Kriegssituationen – erschreckend aktuell. Regisseurin Deborah Epstein beeindruckt insbesondere die starke Frauenfigur der Marquise, welcher es gelingt, aus der Opferrolle heraus ein neues Selbstbewusstsein zu schaffen und sich vehement den Konventionen der Gesellschaft zu widersetzen.

Mit freundlicher Unterstützung von
Elisabeth Bachtler-Stiftung
Freunde des Stadttheaters Solothurn

Besetzung

Inszenierung
Bühnenbild, Kostüme und Video
Dramaturgie

Aufführungsdaten Solothurn

Fr
12.11.21
19:30
Premiere
 
Sa
13.11.21
19:00
 
So
14.11.21
17:00
 
Mi
29.12.21
19:30
 
Di
18.01.22
19:30
 
Do
20.01.22
19:30
 
Fr
28.01.22
19:30
 

Aufführungsdaten Biel

Sa
27.11.21
19:00
Premiere
 
Mi
01.12.21
19:30
 
Di
21.12.21
19:30
 
Do
23.12.21
19:30
 
Fr
07.01.22
19:30
 
 
deutsch
français