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Candida Guida

Geboren in Neapel, studierte Candida Guida zunächst am Konservatorium «Giuseppe Martucci» bei Emma Innacoli in Salerno wo sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloss. Sie führte ihre Ausbildung bei Raina Kabaivanska an der berühmten Accademia Chigiana in Siena und an der Neuen Bulgarischen Universität in Sofia weiter. Danach bildete sie sich bei Bernadette Manca di Nissa an der Accademia Chigiana weiter und besuchte Fortbildungskurse bei Marjana Lipovšek am Mozarteum in Salzburg. Mit Sara Mingardo nahm sie an den Meisterkursen der Turchini-Stiftung in Neapel teil. Im Jahr 2008 schloss sie ihr Gesangsstudium unter der Leitung von Raina Kabaivanska in Modena ab.

Mit ihrer wunderbar klingenden Altstimme wurde Candida bereits an Wettbewerben ausgezeichnet, so erhielt sie z.B. 2010 den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb «Francesco Albanian» sowie im selben Jahr den ersten Preis beim Wettbewerb «Belvedere di San Leucio» und war 2015 Finalistin beim «Francesco Maria Ruspoli» Wettbewerb. Ausserdem gewann sie 2016 den Wettbwerb «Fatima Terzo» und wurde Dritte beim «Jole de Maria» Wettbewerb. Im Jahr 2018 war sie Finalistin des berühmten Wettbewerbes von «Toti dal Monte».

Als Studentin der Accademia Rossiniana in Pesaro unter der Leitung von Alberto Zedda nahm sie an der jährlichen Produktion «Viaggio a Reims» teil. Zu ihren ersten Rollen zählen Orpheus in Glucks «Orfeo ed Euridice» im Real Giardino von Capodimonte (Neapel). Candida Guida debütierte in der Rolle der Isabella in «L'Italiana in Algeri» am Teatro di Piacenza. Im folgenden Jahr sang sie Marcellina in «Le Nozze di Figaro» bei As.Li.Co und den Settimane Musicali und die Rolle der Vicenza am Teatro Olimpico unter der Leitung von Titta Rigon. Beim Festival Internazionale della Valle d'Itria sang sie als Una Donna Ferita in der Oper «Nur», Canzade in Casellas «Donna Serpente» unter der Leitung von Fabio Luisi, La Signora Noè in «Il diluvio di Noè» von Britten, «Maria di Venosa» von Francesco D'Avalos, Aristeo in «L'Orfeo» von Luigi Rossi und Foresto in «l'Ambizione delusa» von Leonardo Leo. Sie wurde zum Bellini-Festival von Catania mit der Rolle des Nerestano in «Zaira» und als Alt-Solistin in der Messa in g-Moll eingeladen. In der Saison 2013/14 debütierte sie in einer Produktion des Teatro Massimo von Palermo am Nuovo Teatro Montevergini in «La Carovana volante», einem Projekt um Rossini, und spielte in der «compagnia dei pazzerelli». 2015 spielte sie die Tisbe in Rossinis «Cenerentola» unter der Leitung von Gabriele Ferro und Paul Currar und gab ihr Debüt am Maggio Musicale Fiorentino in der Rolle der Zauberin in «Dido und Aeneas» unter der Regie von Stefano Montanari und Marina Bianchi. Danach sang sie Bradamante in Händels «Alcina» am Theater Orchester Biel Solothurn und Ulrica in «Un Ballo in Maschera» in Spoleto unter der Leitung von Marco Angius und Stefano Monti. 2017 sang sie als Solistin am Teatro San Carlo in Neapel das Requiem von Panariello und verkörperte am Teatro Verdi in Pisa Zita in «Gianni Schicchi». In der Saison 2017/18 spielte Candida auch die Marta in «Iolanta» unter der Leitung von Dieter Kaegi und Alexander Anissimov am Theater Orchester Biel Solothurn und Farnace in Mozarts «Mitridate, re di Ponto» am selben Haus unter der Leitung von Predrag Costa und Francesco Bellotto. Im September 2018 hat sie unter der Leitung von Zubin Mehta die Rolle der Mercédès in «Carmen» am San Carlo in Napoli und in Thailand gesungen. Zwischen Januar und März 2019 spielte Candida Guida die Titelrolle der Marquise von Merteuil in «Les liaisons dangereuses», einem Pasticcio um die Hauptopern von Vivaldi in Holland (Utrecht, Den Haag, Tilburg, Deventer, Groningen, Eindhoven...), einem Repertoire für Kontra-Alt Stimmen, das von Vanni Moretto wieder aufgegriffen und von H. Schvartzman und S. van Veggel geleitet wurde. Candida sang 2019 die «Intermedi della Pellegrina» beim Maggio Musicale Fiorentino unter der Leitung von Federico Maria Sardelli, die Zauberin in «Dido und Aeneas» beim Luglio Musicale Trapanese und erneut Flora in «La Traviata» am San Carlo in Neapel. In der Saison 2019/20 sang sie die Rolle der Bradamante in Händels «Alcina» an der Bremer Oper in Deutschland, bevor sie als Solistin in einem Originalprogramm rund um Händel und lateinamerikanische, barocke und moderne Komponisten bei den Händel-Festspiele in Halle mit dem grossen Bandoneonisten und Arrangeur Marcelo Nisinman auftritt. Anschliessend spielt sie in der Wiederaufnahme von «Les Liaisons Dangereuses» die Marquise de Merteuil bei Theater Orchester Biel Solothurn.

Nächste Saison wird sie als Wowkle in «Fanciulla del West» an den Theatern von Brescia, Come, Pavia, Cremone auftreten.

Saison 2019/20

Les liaisons dangereuses

Marquise de Merteuil

 
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