Commentaires de presse

Die lustige Witwe / La Veuve joyeuse

18.12.17
Das spielfreudige Ensemble, mit einer stimmlich facettenreichen Christiane Boesiger als Hanna, einem ungestümen Christian Manuel Oliveira als Danilo und einem zackigen Mario Gremlich als Baron, kostet die Fahrt ins Happy End genüsslich aus. Lyrischer Tenorzauber kommt von André Gass als Camille, perlender Schöngesang von Sopranistin Andrea Jiménez als Valencienne.
Peter Wäch, Berner Zeitung
18.12.17
Für den roten Faden der Inszenierung sorgte das von Jérôme Pillement souverän geleitete Sinfonie Orchester Biel Solothurn, das die Musik wo gefordert mit Schmiss und Brillanz anging, aber auch mit Schmäh und Schmelz zu überzeugen wusste und so entscheidend zum temporeichen und stimmungsvollen Abend beitrug.
Annelise Alder, Bieler Tagblatt
22.12.17
Le metteur en scène Olivier Tambosi a conçu un spectacle au rythme particulièrement soutenu et à l’humour corrosif, avec de nombreux gags à la clé. Il a été brillamment soutenu par son assistant et chorégraphe, Damien Liger, lequel a instillé des éléments chorégraphiques dans la plupart des scènes, ce qui donne son caractère enlevé et pétillant à la production.
Claudio Polini, Concerto.net

Il barbiere di Siviglia

18.09.17
Regisseur Joël Lauwers verleiht der Verwechslungskomödie nach dem Libretto von Cesare Sterbini zusätzlichen Drive. Er verpflanzt die Geschichte um eine fast verhinderte Liebe in ein mafiöses Setting und punktet im sprudelnden Rossini-Takt mit brillanten Einfällen.
Peter Wäch, Berner Zeitung
18.09.17
Geani Brad gibt sich voller Verve in die dankbare Rolle des Figaro hinein und füllt sie mit seinem dunkel gefärbten, kräftigen Bariton und seiner Darstellungskunst bis zum ironischen Augenbrauenaufziehen genussvoll aus. Ebenbürtig hinsichtlich darstellerischer Kontur und stimmlicher Prägnanz ist ihm der Bartolo von Leonardo Galeazzi.
Annelise Alder, Bieler Tagblatt
19.09.17
Das spielfreudige Ensemble begeisterte unter der musikalischen Leitung von Franco Trinca mit einer quirligen Gauner-Komödie.
Silvia Rietz, Solothurner Zeitung
16.09.17
Unter dem Stab von Franco Trinca entfaltet die Komposition eine federnde Qualität, die dem Stil des Abends entspricht: Blitzgescheite Unterhaltung. Reines Opernglück.
Michel Schaer, Die Stimme der Kritik
15.01.18
Manuel Núñez Camelino als Conte wusste an diesem Abend nicht nur Rosina zu verzaubern, sondern mit seinem wandlungsfähigen Tenor auch das Auditorium zu bezaubern. [...] Der Argentinier demonstrierte sein in jeder Hinsicht grosses Potenzial, das er scheinbar jederzeit, ungezwungen und prima vista abrufen kann. Exquisit!
Christian Albrecht, Bündner Tagblatt
05.12.17
Das Orchester musizierte seinerseits in bester Besetzung, nie die Vokalsolisten ‹überfahrend›, den sehr gut einstudierten und grossen Chor sehr gut stützend.
Alois Grichtig, Wallister Bote

Iolanta

12.02.18
Anna Gorbachyova ist eine Iolanta von Königsgnaden. Ihr dunkel schwebender Sopran scheint aus einer anderen Welt zu kommen. Tief schwingt ihr Organ im Brustton und setzt klare Akzente im Forte. Ihre Darstellung einer Blinden, die zur Sehenden wird, berührt tief.
Peter Wäch, Berner Zeitung
10.02.18
Die Mehrschichtigkeit, die sich hinter der Oberfläche von «Iolanta» verbirgt, nehmen Regie und Bühnenbild in der Produktion von Theater Orchester Biel Solothurn kongenial auf.
Michel Schaer, Die Stimme der Kritik
13.02.18
Ein in allen Facetten zauberhafter Opernabend: Poesie, die unter die Haut geht und an der Premiere in Biel zurecht bejubelt wurde.
Silvia Rietz, Solothurner Zeitung
18.02.18
Pavel Daniluk ist ein hochimposanter König, Irakli Murjikneli als Vaudémont ein würdiger Liebhaber und Augenöffner. Mit Alexander Anissimow steht ein Dirigent im Graben, der den Duft dieser lyrischen Partitur zu schönster Entfaltung bringt.
Christian Berzins, NZZ am Sonntag
26.02.18
Theater Orchester Biel Solothurn setzt mit «Iolanta» von Pjotr Iljitsch Tschaikowski ein eindrückliches Statement: Für ein einzigartiges musikalisches Werk und für das Recht auf Respekt trotz Behinderung.
Annelise Alder, Bieler Tagblatt
28.02.18
Der Ausstatter Francis O’Connor hat das vom Textbuch geforderte Paradies in ein wunderbares Gewächshaus umgewandelt, in dem der Lichtdesigner Mario Bösemann die zauberhaftesten Stimmungen evoziert.
Peter Hagmann, peterhagmann.com
19.03.18
Für szenischen wie musikalischen Einsatz sehr zu loben der von Valentin Vassilev betreute Chor, namentlich die mehr beschäftigten Damen.
Samuel Zinsli, Operalounge.de
17.05.18
Tenor Irakli Murjikneli was a dashing Vaudémont with a heroic voice and no difficulty in the upper register.
Ossama el Naggar, ConcertoNet.com

Marie und Robert

04.11.17
Intendant Dieter Kaegi hat sich längst einen Namen gemacht, sehr gute Stimmen an den Jurasüdfuss zu bringen. Gesanglich und darstellerisch geben Leila Pfister als Marie und Geani Brad als Robert alles, um uns zu erreichen, und sie tun's.
Michel Schaer, Die Stimme der Kritik
06.11.17
Ein bejubelter Start für eine zeitgenössische Oper, eine Hommage an Paul Haller, die mit einem Höchstmass an Intelligenz, Kunstverstand, Raffinesse und Virtuosität produziert und der ein internationaler Nachhall zu wünschen ist.
Silvia Rietz, Solothurner Zeitung
06.11.17
Ein packendes Ereignis dank griffigem Libretto, hervorragendem Ensemble und expressiver Musik.
Annelise Alder, Bieler Tagblatt
06.11.17
Kaspar Zehnder koloriert und kommentiert durch farbige Klangregister die Tableaux vivants auf der Bühne, setzt wirkungsvolle Pausen und holt aus den tiefen Registern des Orchesters die wunderbarsten sepiafarbenen Klänge hervor.
Marianne Mühlemann, Der Bund
06.11.17
Die Musik von Jost Meier, geschrieben für viel Perkussion, tiefe Bläser und einen eher kleinen Streicherapparat, tönt meist lauernd, bedrohlich und oszilliert zwischen flächigem Orchesterklang, ariosen Ausbrüchen und leisem Sprechgesang. Eine Partitur, die in einer Art Leitmotivik zudem präzise auf den gut verständlichen Text eingeht.
Beat Glur, SDA
08.11.17
Leila Pfister (Marie), Geani Brad (Robert) sowie Boris Petronje (Theophil) sorgen mit ihrem Können und ihrem Engagement dafür, dass diese Dreiecksbeziehung zu ihrer fatalen Erfüllung findet.
Peter Hagmann, peterhagmann.com
23.11.17
‹Marie und Robert› ist ein Wurf von seltener Wucht. Reto Nicklers Inszenierung steht dem in Nichts nach. Komponist Jost Meier und Librettist Hansjörg Schneider gelingt es, die äussere Unterdrückung und die innere zwanghafte Verstrickung der Protagonisten untereinander bildhaft herauszuarbeiten.
Michael Flückiger, Zofinger Tagblatt
15.01.18
Tatsache ist [...] - und darauf verwist nicht zuletzt der Auftritt des aalglatten Immobilienhänderls Müller (Konstantin Nazlamov zeichnet ihn virtuos) -, dass die Thematik des Stücks in ganz ausserordentlicher Weise mit unseren Tagen zu tun hat.
Peter Hagmann, Opernwelt

Mitridate, re di Ponto

14.04.18
Das Sinfonie Orchester Biel Solothurn, erfahren mit dem Stil des jungen Mozart, spielt engagiert, wach und federnd und führt die Zuhörer zu den überraschenden Schönheiten der Komposition mit der Beiläufigkeit souveräner Maestria.
Michel Schaer, Die Stimme der Kritik
16.04.18
Glanzlichter setzen die jungen Stimmen, die unter der Leitung von Predrag Gosta förmlich aufblühen. Antonio Figueroa verleiht der Figur des Königs Mitridate mit schlankem Tenor sowohl dramatische Durchschlagskraft als auch lyrische Empfindsamkeit.
Silvia Rietz, Solothurner Zeitung
16.04.18
Regisseur Francesco Bellotto und sein Bühnenmeister Diego Méndez-Casariego sprengen die Ketten des starren Seria-Korsetts geschickt. In ihrer lebendigen Lesart mit dem weichen Licht von Samuele D’Amico ist Mitridate ein Maler, der sein Verschwinden kunstvoll inszeniert.
Peter Wäch, Berner Zeitung
23.04.18
Prinzessin Aspasia, die von Mitridate wie von seinen beiden Söhnen begehrt wird und die Radoslava Vorgić souverän verkörperte, präsentierte sich als selbstbewusste, aber auch zwischen verschiedenen Loyalitäten zerrissene junge Frau. Betont wurde auch die Verschiedenheit der beiden Königssöhne: Hier der trotzig aufbegehrende Farnace (mit passend dunklem Timbre: Candida Guida), da der sensible und ehrenhafte Sifare (überzeugend: Marion Grange).
Annelise Alder, Bieler Tagblatt
22.04.18
Es ist Theater Orchester Biel Solothurn hoch anzurechnen, dass es diese wenig bekannten und doch erstaunlich meisterlichen Jugendwerke Mozarts dem Publikum näher bringt.
Daniel Andres, Swissclassic.org
 
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