Commentaires de presse

Die Marquise von O...

15.11.21
Es sollte nicht die einzige Idee des Theaterteams rund um Regisseurin Deborah Epstein bleiben, welche den Abend zu einem echten Knaller werden liess. Das war intelligente Unterhaltung, wie sie im Buche steht. Die Aufbereitung des vermeintlich angestaubten Klassikers ist unbedingt sehenswert. (…) Vielleicht ist dies die beste und modernste Inszenierung des Stoffes, der mittlerweile über 200 Jahre alt ist.
Bieler Tagblatt, Clara Gauthey
15.11.21
Die Kostüme und Kulisse sind dem 18. Jahrhundert angepasst: Rüschen, Fracks und farbige Polster. (…). Ein Mitglied der Gruppe unterbricht das Bild: Janis Urosevic, (…), ist der Erzähler des Stücks. Er erzählt nicht nur neben der Bühne. Meist befindet er sich inmitten der anderen Schauspieler – in Jeans, einem Shirt, einer Jacke und Turnschuhen, was ein amüsant absurdes Bild kreiert. Als Diener und als Hebamme nimmt er ab und zu auch an der Handlung teil und lockert das schwere Thema des Stücks mit Humor etwas auf.
Solothurner Zeitung, Sophie Deck
14.11.21
Die Marquise von O." an den Theatern von Biel und Solothurn: in der Mischung liegt das Geheimnis. Die Schauspieler verschmelzen mit der Rolle. Die Bühne verschmilzt mit dem Stoff. Die Gegenwart verschmilzt mit der Vergangenheit. Die Fiktion verschmilzt mit der Wahrheit. Das Spiel verschmilzt mit der Kunst. Ein unvergesslicher Abend.
Die Stimme der Kritik, Michel Schär

Ferferi فرفری

25.09.21
(…) Tabé thematisiert mit der fiktiven Figur der Bäckerin latenten Rassismus und Ausgrenzung, lässt Erinnerungen wie in einem Bilderbuch wach werden, singt sich Wut und Sehnsucht aus dem Leib. Und das schlicht grossartig, mitreissend - und zauberhaft.
Solothurner Zeitung, Angelica Schorre

Nichts geschenkt!

06.09.21
Die bürgerliche Familie sei ein Relikt aus feudalen Zeiten, lässt Autorin Mirjam Neidhart die Salonnière aus dem 18. Jahrhundert sagen und schliesst damit an aktuelle Diskussionen an: Nicht nur das Geschlecht, auch die Ehe ist keineswegs naturgegeben, sondern jederzeit verhandelbar. Denn: Spätestens bei der Familiengründung ist es mit Gleichstellung heute zumeist immer noch vorbei. Was für ein gut recherchiertes, klug geschriebenes und gewitzt gespieltes Stück!
Anne-Sophie Scholl, Der Bund
03.09.21
Mal heiter, mal dramatisch stellt das Stück über den Kampf um Frauenrechte kritische Fragen, die ins Heute reichen.
Clara Gauthey Bieler Tagblatt
04.09.21
Das Stück ist von A – Z gelungen und sehr gekonnt inszeniert und umgesetzt. Das ganze Ensemble hat die Standing Ovation verdient. […] Mir hat sehr gut gefallen, dass nicht nur interessante und relevante Quellen zitiert wurden, sondern eine Einschätzung, Einordnung angeboten ist. Dies inspiriert zu eigenen Gedanken – Demokratieprozess pur. […] Das Ensemble hat brilliert. Frauen* und Männer* waren überzeugend und ihre Spielfreude ist sofort übergesprungen.
Lic.iur. Zita Küng Präsidentin Verein CH2021 Preisträgerin Emilie Kempin-Spyri-Preis 2021
07.09.21
Es gibt sie, die Sternstunden im Theater. Wo der richtige Stoff zur richtigen Zeit mit den richtigen Absichten auf die Bühne kommt. «Nichts geschenkt» ist mehr als ein geglückter Theaterabend. Kein Wunder erhebt sich das Publikum nach zweieinhalb Stunden begeistert.
Kaa Linder, SRF 2 Kultur
 
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