
Geheimes Sehnen
Duo Dalùna, welches im Jahre 2018 vom Berner Tenor Remy Burnens und der Fribourger Pianistin Clémence Hirt gegründet wurde, präsentiert ihre zweite CD «Geheimes Sehnen».
Das Programmwidmet sich zum einen dem Liedschaffen der beiden sehr bekannten Komponisten Richard Strauss (1864-1949) und Johannes Brahms (1833-1897); zum anderen einer heutzutage gänzlich unbekannten Komponistin in Louise Héritte-Viardot (1841-1918).
Als Tochter von Pauline Viardot und Grosskind von Manuel Garcia wurde ihr die Musik geradezu in die Wiege gelegt; ihr Stil ist jedoch vollends ihr eigener, geprägt von Treffen und Austausch mit der ganzen Musik- und Kulturwelt der Epoche. Ihre Musik ist von einer ausserordentlichen Schönheit und Intelligenz: Die Lieder sind geprägt von strahlenden Harmonien, engen chromatischen Verwebungen und ausdrucksstarken Gesangslinien. Die Aufnahme der 7 Lieder für Klavier und Singstimme ist eine Weltersteinspielung.
Thematisch bewegt sich das Programm um das Thema der Sehnsucht in all ihren Facetten. Dieser roter Faden führt durch das ganze Programm; Liebesbotschaften werden ausgetauscht, öfter aber nicht ausgesprochen. Das geheime Sehnen, archetypisch für die romantische Periode, findet sich in jedem der Lieder wieder. Die Lieder des jungen Strauss spiegeln sich in denen von Brahms auf dem Höhepunkt seiner Karriere.
Das Lied:Klang Festival in Solothurn wurde von vier Kulturschaffenden gegründet, um sich dem Kunstlied in seinen vielen Facetten zu widmen. Clémence Hirt (Pianistin/Coach), Stephanie Pfeffer (Sängerin/Kulturmanagerin), Joël Morand (Sänger/Dirigent) und Philipp Scherer (Sänger/Dirigent) sind alle in Solothurn verwurzelt und wollen eine lokale Plattform schaffen, auf der die Grenzen des klassischen Konzertbetriebes aufgehoben sind und die Freude an der Musik im Vordergrund steht.
Vom klassischen Liedrepertoire über altes Volksliedgut bis hin zu zeitgenössischen Zugängen und offenen Formaten steht die unmittelbare Verbindung von Stimme und Sprache im Zentrum. Das Lied wird dabei nicht als abgeschlossene Gattung verstanden, sondern als lebendige Kunstform.