Archiv TOBS!
Willkommen in unserem Theater, wo die Bühne zum Leben erwacht! Tauchen Sie in unserem Archiv in vergagene Produktionen ein.
Saison 2025/26

Phädra
Der Stoff dieser klassischen Tragödie entstammt der griechischen Mythologie. Phädra und ihre Familie werden von Venus heimgesucht. Die Liebesgöttin «vergiftet» sie mit einer unmöglichen Liebe. Die vorherrschenden patriarchalen Strukturen lassen diese nicht zu. Die archaische Leidenschaft mit der Phädra liebt, entpuppt sich als selbstzerstörerische Kraft. Olivier Keller inszeniert Jean Racines Tragödie in der Übersetzung von Friedrich Schiller mit Anna Blumer in der Titelrolle.

Boss/y Helvetia
Die freie Theater- und Performancegruppe Flinn Works (Sophia und Lisa Stepf) beleuchtet in ihrer musikalischen, humorvollen und dringlichen Theaterarbeit die Chancen eines feministischen, empathischen und vielstimmigen Führungsstils in den politischen Machtzentralen. In «Boss/y Helvetia» imaginiert eine Band aus zwei Schauspielerinnen und drei Musikerinnen eine utopische, faire Weltordnung.

Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
Der Wunschpunsch von Michael Ende ist ein Zaubertrank, der das Gegenteil eines ausgesprochenen Wunsches bewirkt. Dies machen sich ein Kater und ein Rabe zunutze. Als Abgesandte vom Hohen Rat der Tiere gelingt es ihnen, die bösen Pläne des Zauberers Irrwitzers und seiner Tante zu durchkreuzen. Die Parabel für die ganze Familie thematisiert Klimakatastrophe und Finanzkrise ebenso wie die schützenswerte Schönheit unseres Planeten.

Warten auf Beckett
Ein Clown wartet auf einen anderen Clown. Der Legende nach hatte Samuel Beckett beim Schreiben für sein bekanntestes Stück «Warten auf Godot» Dick und Doof als Besetzung vor Augen: Stan Laurel und Oliver Hardy. Davon inspiriert, erwecken Max Merker und Aaron Hitz, in Solothurn bestens bekannt für ihre physische und humorvolle Spielweise, die Tradition der existenziellen Clownerie mit ihren eigenen Mitteln zu neuem Leben.

Home
Marthe und Michel leben mit ihren drei Kindern an einer stillgelegten Autobahn. Diese ist Spielplatz und Freiraum für die ganze Familie. Als die Autobahn aber wieder in Betrieb genommen wird und der Verkehr laut und stinkend am Haus vorbeifährt, steht die Familie vor eine Zerreissprobe. Antoine Jaccoud, Theater- und Drehbuchautor, adaptiert den Film von Ursula Meier «Home» für die Bühne. Die Regisseurin Nadine Schwitter inszeniert die Uraufführung.

(WILDE) Mann mit traurigen Augen
Die Familie Flick fristet in einer verlassenen Stadt ein von Atemnot geprägtes Leben. Gunter, ein Arzt ohne Grenzen, steigt fälschlicherweise in der Stadt aus und findet sich, von seltsamer Gastfreundschaft genötigt, mitten in der Familie wieder. Im Werk des Bieler Autors Händl Klaus entwickelt sich ein surrealistisches Spiel voll bösen Witz und Sprachgewalt. Regisseurin Mélanie Huber führt dabei ihre bei «Maria Stuart» vorgestellte musikalische Arbeit fort.

Urs Graf
Was macht den Krieg für Solddienst bis heute attraktiv? Mit dieser Frage beschäftigt sich Regisseurin Katharina Ramser ausgehend von der Biografie des Solothurner Künstlers Urs Graf. Der Kupferstecher war auch Reisläufer und kämpfte u.a. in der Schlacht von Marignano. Seine Zeichnungen heldenhafter Kampfszenen weichen nach den blutigen Erfahrungen an der Front den Schrecken des Krieges.

Die Zauberflöte
Eine der berühmtesten Opern der Welt ist zurück auf den Bühnen von TOBS!: Mozarts «Die Zauberflöte» begeistert von jeher Jung und Alt, Opernfans und Neulinge. Die Königin der Nacht sendet Prinz Tamino und den Vogelfänger Papageno aus, um ihre Tochter Pamina aus den Fängen Sarastros zu befreien. Doch ist der wirklich ein Bösewicht? Regisseurin Anna Drescher und die Berner Dirigentin Meret Lüthi leiten die Neuproduktion des unsterblichen Klassikers.

Das Tagebuch der Anne Frank
Das Tagebuch des jüdischen Mädchens Anne Frank zählt zu den eindrücklichsten Zeugnissen aus der Zeit des Holocaust. 1969 vertonte der russische Komponist Grigori Frid Teile davon als bewegende Mono-Oper, die Annes Sehnsüchte, Mut und Angst widerspiegelt. Regisseurin Isabelle Freymond inszeniert Anna Beatriz Gomes als Anne Frank und bereichert zudem die Oper mit Mitgliedern des Jungen Theater Biel als Schatten und Gestalten. Ein intensiver Einstieg in die Welt der Oper auch für ein junges Publikum!

Im weissen Rössl / L'Auberge du Cheval Blanc
Im berühmten «Weissen Rössl» gibt es jede Menge amouröse Verwicklungen: Zahlkellner Leopold liebt seine Chefin Josepha, diese favorisiert aber ihren Stammgast Dr. Siedler. Die Ankunft neuer Gäste schafft weitere Gefühlsturbulenzen… Wird es am Ende mehrere glückliche Paare geben? Regisseur Olivier Tambosi und Dirigent Iwan Wassilevski widmen sich nach der gefeierten «Cabaret»-Produktion bei TOBS! nun der kultigen musikalischen Komödie von Ralph Benatzky mit ihren zahlreichen Ohrwürmern.

La Bohème
Am Heiligabend kämpfen vier junge Künstler in ihrer kalten Behausung darum, der Armut mit Freundschaft, Humor und Zuversicht zu begegnen. Da lernt Rodolfo die gesundheitlich angeschlagene Nachbarin Mimì kennen. Einzig die sofort aufflammende Liebe zwischen den beiden vermag ihre eiskalten Hände zu wärmen. Doch für wie lange? Puccinis Klassiker «La Bohème» ist eine der beliebtesten Opern weltweit. Yannis Pouspourikas dirigiert die Inszenierung von Lucía Astigarraga.

Laissez durer la nuit
«Laissez durer la nuit» knüpft einen besonderen Dialog zwischen barocken Werken, traditionellen Gesängen aus Kurdistan und Anatolien sowie elektronischer Musik. Der Gesang bewegt sich zwischen barockem Affekt und der eindringlichen Ausdruckskraft überlieferter Gesangstraditionen. Das Orchester verbindet sich dabei mit elektronischen Schichten und wird in einzigartige Klangtexturen erweitert.

Dancefloor
Ein temperamentvoller Start in die Saison: Tanzmusik aus Bernsteins New-York-Musical «On the Town» und Bizets C-Dur Sinfonie umrahmen Campos «Dancefloor With Pulsing». Darin hat ein Instrument seinen grossen Auftritt, dessen sphärischer Klang verzaubert: das Theremin, das berührungslos gespielt wird, indem Handbewegungen Tonhöhe und Lautstärke elektromagnetisch steuern. Eine Entdeckung!

Lost in the Stars
Ironie und Melancholie: Kurt Weills Musik reicht von scharfsinniger, oft humorvoller Gesellschaftskritik bis zu melancholischen Songs. Einen Kontrapunkt dazu bildet Bizets C-Dur-Sinfonie – ein reifes Jugendwerk mit strahlenden Melodien und reichem Ausdruck. Wir laden Sie ein zu einem Nachmittag voller musikalischer Kontraste und Emotionen!

Lost in the Stars
Ironie, Melancholie und Tanz: Das Spektrum von Kurt Weills Musik reicht von der scharfsinnigen Gesellschaftskritik, die durchaus auch humorvoll ist, bis zu melancholischen Songs. Offenbach nutzt in «La Gaîté parisienne» nicht zuletzt den Tanz, um eine ähnliche Ambivalenz zu erzeugen – Lebenslust und Oberflächlichkeit treffen hier auf subversiven Humor. Ein vergnügter und nachdenklicher Abend!

Eroica
Alto, Viola, Bratsche: drei Namen für ein Instrument, das selten solistisch glänzen darf. Doch heute Abend steht es im Rampenlicht: Jost Meier feiert es mit seinem Bratschenkonzert, Berio lässt es in seiner Bearbeitung einer Brahms-Sonate erstrahlen. Mit ihrer kühnen Formgestaltung und dramatischen Wucht bildet Beethovens «Eroica»-Sinfonie einen mitreissenden Abschluss.

Amadeus sous le sapin
Weihnachtliche Klänge mit Überraschungen! Neben Mozarts meisterhafter Musik sind zwei heutzutage fast unbekannte Komponistinnen seiner Zeit zu erleben: Marianna von Martines und Emilie Mayer. Ein Abend, der die Weihnachtszeit mit Charme und Glanz erfüllt.

Amadeus unterm Tannenbaum
Weihnachtliche Klänge mit Überraschungen! Neben Mozarts meisterhafter Musik sind zwei heutzutage fast unbekannte Komponistinnen seiner Zeit zu erleben: Marianna von Martines und Emilie Mayer. Ein Abend, der die Weihnachtszeit mit Charme und Glanz erfüllt.

Neujahrskonzert
Das Neujahrskonzert steht diesmal im Zeichen des italienischen «Teufelsgeigers» Niccolò Paganini. Ob als Komponist verteufelt virtuoser Violinkonzerte, ob als Titelheld einer Operette von Lehár: Paganini bleibt eine der faszinierendsten Gestalten der Musikwelt. Mit dem charismatischen Geiger Andrey Baranov verspricht der Abend unter Leitung von Yannis Pouspourikas teuflisch gute Überraschungen!

Neujahrskonzert
Das Neujahrskonzert steht diesmal im Zeichen des italienischen «Teufelsgeigers» Niccolò Paganini. Ob als Komponist verteufelt virtuoser Violinkonzerte, ob als Titelheld einer Operette von Lehár: Paganini bleibt eine der faszinierendsten Gestalten der Musikwelt. Mit dem charismatischen Geiger Andrey Baranov verspricht der Abend unter Leitung von Yannis Pouspourikas teuflisch gute Überraschungen!

Österreich-Ungarn
In diesem Konzert voller Vielfalt lassen Kodálys schwungvolle Marosszéker Tänze und Bartóks leidenschaftliches 1. Violinkonzert ungarische Farben aufleuchten, während Mozarts Prager Sinfonie in die Wiener Klassik entführt, an die auch eine Ouvertüre von Emilie Mayer mit Eleganz anknüpft. Eine Reise durch verschiedene Stile und Zeiten – ein Abend, der Kontraste und musikalische Raffinesse vereint.

Mozart und Gulda
Mozarts «Prager Sinfonie» führt in die Wiener Klassik, während die Ouvertüre von Emilie Mayer deren Nachklänge im 19. Jahrhundert hörbar macht. Friedrich Gulda, einer der grössten Mozart-Interpreten, schuf das anschliessende Cellokonzert: Das Werk wird von einer unkonventionellen Orchesterbesetzung begleitet und vereint Elemente von Barock bis Jazz und Pop. Das perfekte Programm für einen Sonntagnachmittag!

Printemps
Vorfreude auf den Frühling mit zwei Meisterwerken: Chopins 2. Klavierkonzert begeistert mit der Tiefe und Leidenschaft des jungen Romantikers. Ein Bravourstück für alle Pianist*innen! Schumann schrieb seine 1. Sinfonie im Winter nach seiner Hochzeit, erfüllt von «Frühlingsdrang», in nur vier Tagen. Auch heute ist spürbar, wie sie die Sehnsucht nach dem Frühling musikalisch zum Leben erweckt.

America
Kraftvolle Stimmen aus Amerika: Auf Joan Towers starkes Statement für unkonventionelle Frauen folgt Korngolds Violinkonzert, das durch Leidenschaft und Virtuosität begeistert. Florence Prices Musik verbindet afroamerikanische Traditionen mit klassischer Kunst, und auch in Duke Ellingtons jazzigen Erzählungen verbinden sich Geschichte und Kultur. Eine Feier der Vielfalt amerikanischer Musik!

Suspense
Musik voll Spannung: Was könnte dramatischer beginnen als die Ouvertüre zu Mozarts «Don Giovanni»? Schostakowitschs Cellokonzert packt mit Intensität und dramatischem Ausdruck. Das Ricercar a 6 von Bach verbindet in Weberns Bearbeitung eine neue Klangfarbe mit aufregender Harmonik. Mozarts Sinfonie Nr. 25 markiert zuletzt mit ihren ungewöhnlich dunklen, energischen Tönen einen kraftvollen Abschluss.

Suspense
Musik voll Spannung: Was könnte dramatischer beginnen als die Ouvertüre zu Mozarts «Don Giovanni»? Schostakowitschs Cellokonzert packt mit Intensität und dramatischem Ausdruck. Das Ricercar a 6 von Bach verbindet in Weberns Bearbeitung eine neue Klangfarbe mit aufregender Harmonik. Mozarts Sinfonie Nr. 25 markiert zuletzt mit ihren ungewöhnlich dunklen, energischen Tönen einen kraftvollen Abschluss.

Polen
Wie klingt die Seele Polens? Grażyna Bacewicz’ Ouvertüre, unter deutscher Besatzung geschrieben, eröffnet den Abend, gefolgt von Paderewskis romantischem und zugleich virtuosem Klavierkonzert. Tschaikowski lässt Polen anders lebendig werden: Seine 3. Sinfonie verbindet seinen persönlichen musikalischen Stil mit Einflüssen Beethovens und polnischer Volksmusik. Höhepunkt: das mitreissende Finale – eine Polonaise!

Swiss Made
Ein fulminanter Saisonabschluss mit Schweizer Akzenten! Paderewski und Wagner, die beide zeitweise in der Schweiz lebten, prägen den ersten Programmteil: Auf Paderewskis Ouvertüre folgen Wagners «Wesendonck-Lieder» (Version von Henze) und die 2. Fassung seiner «Faust-Ouvertüre», uraufgeführt in Zürich. Zuletzt zeigt Blochs Concerto grosso Nr. 1 den Schweizer Komponisten als Brückenbauer zwischen Tradition und Moderne.

Kaleidiom
Die Wahrnehmung über gewohnte Interpretationen hinausführen, den Rahmen sprengen und Mehrdeutigkeit zulassen. Rund um ein massives, zentrales Objekt auf der Bühne treten die beiden Schweizer Pionierinnen des Waacking, Tamara Mancini und Branca Scheidegger, in einen aufrichtigen Dialog über diese Ausdrucksform.

Being Framed
Wir werden gerahmt, konditioniert, damit wir uns ins Ganze der Gesellschaft einfügen, möglichst reibungslos und effizient. Uns steht ein beschränktes Angebot von Rollen und Verhaltensmustern zur Verfügung. Wir wählen aus, passen uns an, stecken unseren Raum ab, in dem wir als Individuum (inter-)agieren.

Circe
Willkommen auf Aiaia! Hier lebt Circe, die Göttin, die bekannt dafür geworden ist, Männer in Schweine zu verwandeln. Circe ist alles andere als eine klassische Göttin: Sie ist laut, neugierig, menschlich – ein «Freak» unter den Unsterblichen. Ihr Leben war geprägt von Mobbing, Unsicherheit und einer göttlichen Familie, in die sie nie reingepasst hat. Bis sie endlich entdeckt, welche Kräfte in ihr schlummern… Verbannt auf die abgelegene Insel Aiaia, bewegt sich Circe zwischen Thymian und Tollkirschen freier als je zuvor und lernt mithilfe von Kräutern ihre Welt aktiv zu gestalten.

JTS-Clubfestival 2026
Das Clubfestival geht in die zweite Runde! Während vier Tagen zeigen die vier Theaterclubs auch dieses Jahr ihre Produktionen, die sie seit Oktober in den wöchentlichen Proben erarbeitet haben. Rund um die Vorstellungen erwartet euch ein vielfältiges Rahmenprogramm im und ums Stadttheater Solothurn: Neben kulinarischen Angeboten, Spielen und kreativen Aktivitäten lädt ein Kunsthandwerksmarkt auf dem Platanenhof zum Entdecken ein. Am Wochenende gibt es draussen Live-Musik (mit Waiting for Tuesday, Funkendrang, Mirco von krummundnett und Mirjam, Emma, Lionel) und am Samstagabend tanzen und feiern wir zur Musik von Gabi sounds.
Saison 2024/25

Orlando
Das TOBS! Schauspiel Ensemble beschreibt, befragt und bespielt als eine Gruppe von Biograf*innen Orlando. Virginia Woolfs Jahrhunderte überwindende und lebensbejahende Figur verkörpert mühelos verschiedene Lebensmodelle. Dadurch hinterfragt sie gesellschaftliche Rollenbilder. Wie gelingt es uns stets mit neugierigem Blick dem immerwährenden Wandel ins Auge zu sehen?

Bilder deiner grossen Liebe
Mit grossem Herz und offenem Blick folgt Isa dem Tageslauf. Streunend lässt sie sich auf alle und alles ein, was ihr begegnet. Wolfgang Herrndorfs Protagonistin hält in ihrem Tagebuch ihre Erlebnisse in wortmächtiger und bildgewaltiger Sprache fest. Die Regisseurin und Schauspielerin Nadine Schwitter nähert sich ihr musikalisch.

Die Stühle
Ein Ehepaar liefert sich in ihrer muffigen Behausung einen pas de deux, der von der Sehnsucht nach Grandeur erzählt. Das Paar, von Silke Geertz und Günter Baumann verkörpert, spielt virtuos gegen die Angst vor der Bedeutungslosigkeit und die Leere ihres Lebens an. Deborah Epstein und Florian Barth setzen Ionescos tragische Farce in Szene.

Maria Stuart
Die beiden Königinnen Maria Stuart und Elisabeth I. bewundern einander ebenso wie sie sich hassen. Die eine ist an der Macht, die andere lebt im Kerker. Ihre beiden Leben hängen schicksalhaft von demjenigen der anderen ab. Mélanie Hubers Inszenierung von Stephan Teuwissens Stück nach Schiller verwendet chorisches Erzählen, Gesang und Klangspuren.

Neue Körper am Ende der Welt
Die Trainingsmethoden, die in den Sportarten Rhythmische Gymnastik und Kunstturnen angewendet wurden und werden sowie die eigenen Erfahrungen als Olympiateilnehmerin bewegen Marion Rothhaar bis heute. Gemeinsam mit der Bieler Autorin Regina Dürig findet sie eine theatrale Sprache für Mechanismen, die den Erfolgsdruck unserer Gesellschaft mit sich bringen.

Frank Buchser in Amerika
Frank Buchser war Abenteurer und Kunstmaler aus Feldbrunnen Solothurn. Seine Reise nach Nordamerika Mitte des 19. Jahrhunderts steht im Zentrum des Recherche-Projektes der Berner Regisseurin Katharina Ramser. Buchsers naiver Wunsch in den USA «edlen Wilden» zu begegnen, erfährt bei der realen Begegnung bittere Ernüchterung.

Hier ist noch alles möglich
Ein Hörspaziergang auf dem Gelände der ehemaligen Cellulosefabrik Attisholz / in Bözingen rund um die Manufacture TOBS!.
Ein Wolf wird auf einem Fabrikgelände einer in Konkurs geratenen Firma gesehen. Nun soll eine Nachtwächterin den Spuren nachgehen und das Gelände sichern. Nach einiger Zeit gerät sie unter Verdacht, eine gesuchte Bankräuberin zu sein. Wie betrachten wir unsere Mitmenschen und unsere Umgebung und wer ist hier wem auf der Spur? TOBS! Schauspiel schärft den Blick mit Gianna Molinaris Romandebüt, inszeniert als Hörspaziergang.

Le nozze di Figaro
Mit «Le nozze di Figaro» schuf Wolfgang Amadeus Mozart 1786 ein Meisterwerk der klassischen Opernliteratur. Bis heute zählt die intrigenreiche Oper nach Beaumarchais’ obrigkeitskritischem Theaterstück zu Mozarts beliebtesten Kompositionen überhaupt!

Derborence
Ein Bergsturz in den Diablerets, den «Teufelsbergen», begräbt die Sommerweide Derborence unter sich. Unter den Verschütteten befindet sich auch Antoine, den seine schwangere Frau Thérèse in der abgemagerten Gestalt zu erkennen glaubt, die zwei Monate später im Dorf auftaucht… Der Bieler Komponist Daniel Andres hat den Roman des Schweizer Schriftstellers C.F. Ramuz eindrücklich in Musik gefasst. Eine mit Spannung erwartete Uraufführung!

Cabaret
Der atemberaubende Musical-Welthit «Cabaret» von John Kander aus dem Jahr 1966 nimmt Sie mit auf eine aufwühlende Reise ins «Babylon Berlin» der frühen 1930er Jahre! Tauchen Sie ein in die schillernd dekadente Welt des KitKatClubs und erleben Sie das tragische Scheitern zweier Liebesgeschichten unter dem unerbittlichen Druck des immer bedrohlicher werdenden Nationalsozialismus... Ein ebenso mitreissender wie fataler Tanz auf dem Vulkan!

Macbeth
Der grosse italienische Musikdramatiker Giuseppe Verdi schuf mit seiner ersten Shakespeare-Vertonung über den Schottenkönig «Macbeth» 1847 ein ebenso finsteres wie erschütterndes Meisterwerk. In seiner atemlosen Erzählung über Machtgier, Schuld und Rache lässt uns Verdi tief in die seelischen Abgründe des mörderischen Ehepaars blicken – und immer wieder schaudernd innehalten... Noch nie klang Wahnsinn so schön!

Eine florentinische Tragödie / L'Heure espagnole
Den krönenden Saisonabschluss bildet ein Doppelabend der Extraklasse: Auf «Eine florentinische Tragödie» von Richard Flury – 1929 im Stadttheater Solothurn uraufgeführt – folgt Maurice Ravels «L’Heure espagnole» aus dem Jahr 1911. Die raffinierte Kombination von Tragödie und Komödie verspricht ein Wechselbad der Gefühle: Diesen Doppelabend dürfen Sie auf keinen Fall verpassen!

Ouverture de saison
Was für ein Saison-Auftakt! Magdalene Ho, letztjährige Gewinnerin des Internationalen Klavierwettbewerbs Clara Haskil in Vevey, demonstriert ihre pianistische Brillanz in Frédéric Chopins poesievollem Frühwerk, dem 1. Klavierkonzert. Danach erklingt Ludwig van Beethovens 7. Sinfonie, die mit ihrem Klangreichtum und ihrem strahlend-festlichen Charakter die Herzen im Sturm erobert.

Die Unvollendete
Der Abend wird von den Geschwistern Mendelssohn eröffnet: Auf die Ouvertüre von Fanny Hensel folgt das Violinkonzert ihres Bruders. Danach gelangt das von Johann Sebastian Bach inspirierte «Intermezzo» von Elena Firsova zur Schweizer Erstaufführung. Das Konzert mündet in Franz Schuberts «unvollendete» 7. Sinfonie, die auf vollendete Weise die Untiefen der menschlichen Existenz auslotet.

Die Unvollendete
Der Abend wird von den Geschwistern Mendelssohn eröffnet: Auf die Ouvertüre von Fanny Hensel folgt das Violinkonzert ihres Bruders. Danach gelangt das von Johann Sebastian Bach inspirierte «Intermezzo» von Elena Firsova zur Schweizer Erstaufführung. Das Konzert mündet in Franz Schuberts «unvollendete» 7. Sinfonie, die auf vollendete Weise die Untiefen der menschlichen Existenz auslotet.

Louange
Auf das farbenprächtige Frühwerk des Schweizer Komponisten Frank Martin, «Pavane couleur du temps», folgt Felix Mendelssohn Bartholdys sinfonische Kantate mit dem sprechenden Beinamen «Lobgesang», in der das 400. Jubiläum der Erfindung der Buchdruckerkunst als Sieg des menschlichen Geistes über die Finsternis der Unbildung in den strahlendsten Tönen gefeiert wird.

Weihnachtszeit
Die Weihnachtszeit hält Guezli, Glühwein und Glitzerstaub für Sie bereit – und das alljährliche Weihnachtskonzert des Sinfonieorchesters Biel Solothurn TOBS!! Tauchen Sie ein in das festlich glänzende Universum Wolfgang Amadeus Mozarts: Auf die warmherzigen Klänge seines Klarinettenkonzerts folgt die strahlende «Jupiter»-Sinfonie Nr. 41, der abschliessende Höhepunkt seines sinfonischen Schaffens.

Weihnachtszeit
Die Weihnachtszeit hält Guezli, Glühwein und Glitzerstaub für Sie bereit – und das alljährliche Weihnachtskonzert des Sinfonieorchesters Biel Solothurn TOBS!! Tauchen Sie ein in das festlich glänzende Universum Wolfgang Amadeus Mozarts: Auf die warmherzigen Klänge seines Klarinettenkonzerts folgt die strahlende «Jupiter»-Sinfonie Nr. 41, der abschliessende Höhepunkt seines sinfonischen Schaffens.

Horizons romantiques
Dieses Programm lädt Sie ein, neue Klangwelten zu entdecken: angefangen mit der bildhaften Ouvertüre zur Oper «The Wreckers» der englischen Komponistin Ethel Smyth bis hin zum melancholischen Cellokonzert ihres Landsmanns Edward Elgar. Ein weiterer Höhepunkt des Abends ist Antonín Dvořáks feierliche wie tänzerisch-wirbelnde 6. Sinfonie aus dem Jahr 1881.

Karneval
Das 6. Sinfoniekonzert wird so ausgelassen und farbenfroh wie die alljährliche Fastnacht! Auf Astor Piazzollas verführerische Tango-Klänge folgt das schillernd-tänzerische Harfenkonzert des Argentiniers Alberto Ginastera. Vor Darius Milhauds lebhafter Hommage an den brasilianischen Karneval bietet Gabriel Fauré einen verschleierten Einblick in die Welt der «Masques et Bergamasques».

Beauté juvénile
Temperamentvoll, komplex und voller Energie: So klingt die Musik der tschechischen Ausnahme-Komponistin Vítězslava Kaprálová. Ihre «Suite en miniature» ist eine wahre Entdeckung! Auf Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert Nr. 13, das grösste und bedeutendste der ersten Wiener Konzerte, folgt Franz Schuberts musikalische Hommage an den meisterhaften Mozart: die feingliedrige 5. Sinfonie.

Stabat Mater
Wie viel Liebe und Schönheit können in einem schmerzerfüllten Abschied mitschwingen? George Enescu und Gioachino Rossini haben ihre Antworten auf diese Frage eindrücklich in Töne gefasst: Nach Enescus sich stetig fortspinnender, nachdenklicher Klage der Streicher widmet sich Rossini den berührenden Seufzern der trauernden Mutter Gottes. Ein Konzertprogramm, das niemanden unberührt lässt…

Stabat Mater
Wie viel Liebe und Schönheit können in einem schmerzerfüllten Abschied mitschwingen? George Enescu und Gioachino Rossini haben ihre Antworten auf diese Frage eindrücklich in Töne gefasst: Nach Enescus sich stetig fortspinnender, nachdenklicher Klage der Streicher widmet sich Rossini den berührenden Seufzern der trauernden Mutter Gottes. Ein Konzertprogramm, das niemanden unberührt lässt…

Adieu et retour
Der Abend beginnt mit dem lyrischen 2. Streichquartett von Philip Glass, hier in einem Arrangement für Streichorchester. Es folgt das Flötenkonzert Nr. 1 von Mieczysław Weinberg – ein Werk, das zwischen Licht und Schatten oszilliert. Den Abschluss bildet die energiegeladene 2. Symphonie der französischen Komponistin und virtuosen Pianistin Louise Farrenc (1804–1875) – eine wahre Wiederentdeckung!

Die vier Jahreszeiten
Sie träumen von einem frühsommerlichen Feiertag mit feinster Musik? Dann besuchen Sie das 4. Sinfoniekonzert in Solothurn! Das Sinfonieorchester Biel Solothurn TOBS! präsentiert Ihnen in einer etwas intimeren Besetzung folgende Meisterwerke: Das lyrische 2. Streichquartett «Company» in einer Bearbeitung für Streichorchester von Philipp Glass, das zwischen Tragik und Komik oszillierende Flötenkonzert Nr. 1 von Mieczysław Weinberg und Antonio Vivaldis weltberühmte Vertonung der vier Jahreszeiten.

Swiss Made
Unsere musikalische Tour de Suisse geht in die zweite Runde! Der Serenade «Sommernächte» des Schweizer Sinfonikers Hans Huber folgt Joseph Laubers Konzertfantasie für Violoncello und Orchester – ein Werk, das kurz darauf aufgenommen wird und die erfolgreiche Reihe von Lauber-Einspielungen des Sinfonieorchesters Biel Solothurn TOBS! weiterführt. Im Anschluss an das von französischen Einflüssen geprägte Cellokonzert von Arthur Honegger erklingt Richard Wagners «Vorspiel und Isoldes Liebestod» – ein Auszug aus «Tristan und Isolde», dessen Partitur zwischen Zürich und Venedig vollendet wurde.
Father Politics
Entdecken Sie bei TOBS! die berauschende Magie des Tanzes! Im Rahmen der Solothurner Tanztage können Sie die junge, multinational und divers besetzte Schweizer Company MEK in einer Choreographie von Muhammed Kaltuk erleben: «Father Politics» ist ein ebenso politischer wie ermächtigender Tanzabend, der in starken Bildern von der Energie und Stärke des gemeinsamen Auftretens erzählt…
Faking It (XL)
Abgeschieden im Wald widmet sich eine Gruppe von Tänzer*innen der grundlegendsten aller Tanzaktivitäten: dem Bewegen auf den Beat. Begleitet von den hypnotisierenden Rhythmen des Albums «Locked Grooves» des Berner Schlagzeugers Julian Sartorius entstehen so die unterschiedlichsten Rituale: Reigentänze mischen sich mit ekstatischen Trancezuständen, Fitnessübungen werden zu Fruchtbarkeitsriten und Initiationsritualen, bis sie in eine Art Bootcamp-Waldrave-Flashmob-Mashup gipfeln. Inmitten der stampfenden Füsse und des aufgewirbelten Staubes beginnt sich durch die gemeinsame Bewegung im Takt eine neue Gemeinschaft zu bilden…

Miseria
Eine geheimnisvolle Sage aus dem Onsernone-Tal (TI) erzählt von einer alten Hutmacherin, die dem Tod ein Schnippchen schlägt und ihn im Fluss gefangen hält. Auf einmal stirbt niemand mehr und die Welt gerät aus den Fugen. Mit diversen Spielformen (von Schauspiel über Handpuppen hin zu einer lebensgrossen Klappmaulpuppe) und einer guten Dosis Humor untersucht die Inszenierung das Wechselspiel von Leben und Tod.

Im Spiegelsaal
Wir leben in einer Welt aus Bildern: Unser Leben dokumentieren wir mit Fotos und Videos in den sozialen Medien, Bildwerbung macht uns Lust aufs Einkaufen und selbst potenzielle Lebenspartner*innen wählen wir mittlerweile anhand von Fotos aus. Bereits 2003 sagte deshalb die Philosophin Susan Bordo, dass wir in einem «Imperium der Bilder» leben.

Into 360°
«Into 360°» zeigt die tänzerische Einzigartigkeit des Ensembles, erzählt aus persönlichen Perspektiven und bündelt deren Energie und Stärke in kraftvollen gemeinsamen Szenen und Choreografien. Mit Coolness und Authentizität repräsentiert «Into 360°» die kraftvolle, junge, diverse Generation auf der Bühne – eine Generation, die durch ihre Einzigartigkeit und ihren Zusammenhalt beeindruckt.
Saison 2023/24

Stiller
Mit dem Roman «Stiller» gelang Max Frisch 1954 sein literarischer Durchbruch. Raffiniert stellt der Schweizer darin die Kontinuität der Identität infrage. Regisseurin Deborah Epstein wird nach Inszenierungen wie Kleists Novelle «Die Marquise von O…» und Bichsels Roman «Die Jahreszeiten» nun auch dieses Meisterwerk für die Bühne adaptieren.

Choc!
Wir alle lieben sie: unsere Schweizer Schokolade! Dabei hat sie ihren Ursprung nicht in der europäischen Genusswelt, sondern wurde in Südamerika bereits vor tausenden Jahren hergestellt – bitter und ungesüsst. Kakao war der heilige Trank der Götter; erst im 16. Jahrhundert wurde er zum Trendgetränk am spanischen Hof. Doch den mystischen Ursprung vergessen wir in Europa genau so gerne wie den Fakt, dass der Kakao für die Schweizer Schokolade nicht in der Alpenrepublik wächst, sondern weit weg von unserer Wohlstandsgesellschaft in Westafrika unter teils prekären Bedingungen angebaut und geerntet wird.

Switzerland
Tegna 1995. Die amerikanische Autorin Patricia Highsmith lebt am Fusse der Tessiner Alpen zurückgezogen in einem bunkerähnlichen Haus zwischen Katzen, Büchern und antiken Waffen. Die letzte Veröffentlichung hat bereits einige Zeit auf sich warten lassen und so ist es ruhig geworden um die einst als Grande Dame der Kriminalliteratur gefeierte Autorin. Da taucht ein geschliffener, junger Mann auf, der sich als Verlagsmitarbeiter Edward Ridgeway vorstellt und ihr einen Vertrag anbietet: Highsmith soll sich mit einem weiteren Roman über ihren Meistermanipulator Tom Ripley ein letztes Denkmal setzen. Doch die gealterte Autorin ist alles andere als begeistert von dieser Idee und begegnet dem jungen Mitarbeiter voll Misstrauen und Häme. Es braucht einiges an geistreichen Argumenten und Geschenken von Übersee, damit die beiden ebenbürtig ins Gespräch kommen und sich über die Schöpferin und ihre Schöpfung, Täter und Opfer, die Kunst und das Leben austauschen können. Doch als der Tag über den Bergen anbricht, wird klar, dass der charmante Fremde eine weitaus unheimlichere Mission verfolgt.

Das kurze Leben der Fakten
Nachdem ein Teenager von einem Hochhaus gesprungen ist, verfasst der renommierte Autor John D’Agata einen Essay für ein Magazin. Bevor die Story in den Druck geht, engagiert die Redakteurin Emily Penrose den jungen, ehrgeizigen Jim Fingal, um den Artikel einem Faktencheck zu unterziehen. Doch Jim scheint zu ambitioniert für den Auftrag: Er prüft nicht nur Zeugenaussagen, sondern auch Wetter, Verkehrsaufkommen und andere Details zum Tag des Suizids. Dabei stellt er fest, dass in vielen Beschreibungen D’Agatas Ungenauigkeiten vorkommen. Für seine umfangreiche Recherche wird Jim vom Autor verhöhnt. Emily versucht zu vermitteln. Die Druckfreigabe des prestigeträchtigen Artikels für ihr Magazin drängt! Als Jim den Autor persönlich in seiner Wohnung aufsucht, wird aus dem routinemässigen Faktencheck eine hitzige Diskussion über Kunstfreiheit.

Cyrano
1897 geschrieben, zählt die Tragikomödie nach wie vor zu einem der meistgespielten Stücke der französischen Theaterliteratur. In ihrer letzten Inszenierung als Schauspieldirektorin am TOBS schöpft Katharina Rupp noch einmal aus den Vollen und versammelt auf und hinter der Bühne Menschen, die mit ihr gemeinsam die letzten 17 Jahre das Schauspiel von TOBS geprägt haben. Gemeinsam bringen sie diesen zeitlosen Klassiker voll klugem Humor, fantasievoller Poetik, packenden Kämpfe, Liebe, Betrug und Heldentum auf die Bühne, der die Magie des Theaters in allen Facetten zum Leuchten bringt.

Striptease und Auf hoher See
Am Ende ihrer letzten Saison macht Schauspieldirektorin Katharina Rupp die Bühne frei für die kommende Generation: Die Studierenden des Abschlussjahrgangs Schauspiel Regie der HfS Ernst Busch Berlin, Sophie Bischoff und Basil Zecchinel, haben den Auftrag erhalten, einen Mrożek-Doppelabend zu inszenieren.

Ciao Solothurn - Bye Bye Biel
17 Jahre lang wird Katharina Rupp Schauspieldirektorin bei TOBS gewesen sein, wenn sie sich im Sommer 2024 von Biel und Solothurn verabschiedet. 17 Jahre – das sind 125 Schauspielproduktionen, die unter ihrer Direktion ausgewählt und am Haus gezeigt wurden, davon 40 unter ihrer Regie. Zeit für einen Rückblick auf bewegende Momente und Highlights im Spielplan, auf Karrieren, die hier begannen und Talente, die gefördert wurden

Le Chalet Suisse
Die ländliche Bergwelt der Schweiz mit ihrer eigentümlichen Klangkulisse – das Rauschen der klaren Bäche, das friedliche Geläut der Kuhglocken – war für viele Komponisten des 19. Jahrhunderts eine Quelle der Inspiration. So auch für den Leitstern der französischen Opéra comique, Adolphe Adam, und den grossen Belcanto-Meister Gaetano Donizetti.

The Rake's Progress
Mit seinem einzigen abendfüllenden Bühnenwerk «The Rake’s Progress» schuf Igor Strawinsky ein neoklassizistisches Meisterwerk. Die Oper erzählt vom Aufstieg und Fall des jungen Parvenus Tom Rakewell: Dieser lässt sich auf ein verlockendes Angebot des teuflischen Nick Shadow ein. Doch der Preis ist hoch: Denn es steht nicht nur seine Seele, sondern auch die Zuneigung seiner geliebten Anne Trulove auf dem Spiel...

Heidi feiert Weihnachten / Heidi fête Noël
Weihnachten steht vor der Tür. Heidi lebt den Winter über mit dem Grossvater unten im Dörfli. Sie liebt die Grossmutter des Geissenpeter, als sei es ihre eigene, und will sie unbedingt zu Heiligabend besuchen. Ein heftiger Schneesturm hindert sie daran. Doch als der Grossvater Besorgungen macht, kann Heidi sich nicht zurückhalten: Sie macht sich auf den Weg aus dem Dorf hinaus zur kranken Grossmutter – und verläuft sich fürchterlich. Mit einem neugeborenen Zicklein unterm Mantel irrt sie durch die Wildnis und rettet sich mit viel Geschick und einer weihnächtlichen Prise Vorsehung…

Pagliacci
Dass die Trennlinie zwischen Komödie und Tragödie hauchdünn und schnell überschritten ist, beweist Ruggero Leoncavallos veristisches Meisterstück «Pagliacci»: Der Schausteller Canio, der auf der Bühne den betrogenen Pagliaccio mimt, erfährt kurz vor der Vorstellung, dass seine Frau Nedda tatsächlich einen Geliebten hat. Die Grenzen zwischen Spiel und Realität verwischen immer mehr, und das heitere Stück verwandelt sich zunehmend in einen spannenden Krimi…

Ulysses
Ulysses kehrt nach dem Trojanischen Krieg und seiner Irrfahrt nach Ithaka zurück. Zwanzig Jahre haben sich Ulysses und seine Frau Penelope nicht mehr gesehen. Fremd sind sie sich geworden in diesen unsicheren Zeiten. Als wäre das noch nicht genug, versuchen die Zauberin Circe und der Freier Urilas mithilfe von bösen Geistern, das leidgeprüfte Paar endgültig auseinander zu bringen... Wird es Ulysses und Penelope gelingen, ihre Liebe füreinander wiederzufinden?
Saison 2022/23

Bellissima
Luchino Viscontis «Bellissima» aus dem Jahr 1951 ist eine Satire auf die Filmindustrie und kritisiert darüber hinaus alle Systeme, durch die Menschen ihrer Träume beraubt und ausgebeutet werden. Der Filmklassiker wird erstmals für die Bühne adaptiert und in Zusammenarbeit mit dem Jungen Theater von TOBS auf die Bühne gebracht.

Kafka in Farbe
Kafka wurde in der Vergangenheit als ein existenzialistischer und dystopischer Autor bezeichnet, seine Literatur als düstere und schwere Kost. Das Cover der ersten Gesamtausgabe von Kafkas Werk im Fischer-Verlag kam entsprechend schwarz glänzend daher; das retuschierte Portrait des Autors sah streng und kalt vom Buchdeckel auf die Leserschaft herab.

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
«Wer hat Angst vor Virginia Woolf?» ist das bekannteste Stück des amerikanischen Dramatikers Edward Albee. 1962 in New York uraufgeführt, ist es inzwischen zu einem Theaterklassiker des 20. Jahrhunderts avanciert. Janusz Kica, der am TOBS u.a. «Hedda Gabler» und «Eines langen Tages Reise in die Nacht» inszeniert hat, bringt diese grandios verkorkste Nacht auf die Bühne.

Für alle Fische muss die Sintflut ein Fest gewesen sein
In dem Tonstudio auf der Bühne gibt es viel zu entdecken: Mit Zeitungspapier, VHS-Tape, Metalleimern, Wassergläsern und vielem mehr vertont das dreiköpfige Schauspielteam Geschichten von Franz Hohler. Das Publikum kann die Spieler*innen bei ihrer konzentrierten Arbeit beobachten, wie sie Prinzen und Riesen eine Stimme geben, Feuer prasseln lassen und Hundegebell imitieren. Wenn nicht andauernd diese unvorhergesehenen Erschütterungen wären! Mit der Zeit lassen sich die Erdbeben und die damit entstehenden Risse immer schlechter ignorieren…

Play Falstaff
Sir John Falstaff ist ein ganz gerissener Kerl! Mit Schwindeleien schlägt er sich erfolgreich durchs Leben, buhlt um die Liebe vornehmer Damen, um an die Geldbeutel ihrer Männer heran zu kommen und schreckt auch vor dem einen oder anderen Raubzug auf Kaufleute nicht zurück. Als abendlicher Saufkumpane steht ihm dabei kein geringerer als Kronprinz Hal zu Seite. Die Freundschaft mit dem Prinzen bietet Falstaff immer wieder die Möglichkeit, Einfluss und Geld zu erlangen.

Liebe Jelena Sergejewna
Drei Schüler und eine Schülerin schlagen bei ihrer Lehrerin Jelena Sergejewna auf, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Sogar ein Geschenk haben sie dafür besorgt. Überrascht und gerührt lädt die Lehrerin ihre Schützlinge zu sich ins Haus ein.

Revolutionstrilogie
Eine Braut wirft ihrem Bräutigam vor dem Traualtar Sexismus vor und sprengt damit die Hochzeit. Ein Mann irrt sich in der Wohnungstür und zieht kurzerhand in ein neues Leben ein. Eine Mutter fordert von ihrem Baby mehr Effizienz und Habgier.

Tancredi
Amenaide liebt den aus der Heimat verbannten Tancredi. Sie bittet ihn, Syrakus im Kampf gegen die Sarazenen beizustehen. Tancredi reist unerkannt in die Stadt und erfährt von Amenaides Verlobung mit Orbazzano. Der vermeintlich Betrogene meldet sich daraufhin freiwillig zum Kriegsdienst, um auf dem Schlachtfeld den Tod zu finden. Kann Amenaides Liebe zu Tancredi diese unheilvolle Geschichte noch zum Guten wenden?

Die sieben Todsünden - The Seven Deadly Sins
Kurt Weill komponiert das Stück 1933 für das Pariser Théâtre des Champs-Elysées und verpackt darin Brechts bissige Gesellschaftskritik in mitreissende, an Tango, Foxtrott und Barbershop erinnernde Klänge. Indem Weill die Familie (samt Mutter) ausschliesslich mit Männerstimmen besetzt, werden die vorherrschenden patriarchalen Strukturen durchleuchtet. Treffend ironisieren sie die kleinbürgerliche Doppelmoral einer Gesellschaft, die bereit ist, für Wohlstand ihre Werte und ihre psychische Gesundheit aufzugeben.

Herzog Blaubarts Burg
Judith folgt Blaubart in seine dunkle Burg. Im Glauben, diese mit ihrer Liebe zu erhellen, bringt sie ihn dazu, ihr nach und nach alle verborgenen Räume aufzusperren und entdeckt die Folterkammer, die Waffenkammer, den Zaubergarten, die Schatzkammer und das Land. Die Burg ist nun hell, doch hinter allen Türen ist auch Blut. Vergeblich warnt Blaubart Judith vor den letzten beiden Türen. So findet sie den Tränensee und hinter der letzten Tür Blaubarts frühere Frauen, in ewiger Schönheit erstarrt. Auch Judith wird nun eine von ihnen, die Türen schliessen sich wieder und Blaubart bleibt einsam in seiner dunklen Burg zurück.

Nabucco
Giuseppe Verdis «Nabucco» erzählt nicht nur von der grausamen Unterdrückung eines Volkes, sondern auch davon, was Machtgier und Grössenwahn innerhalb einer Familie anrichten können: Als Abigaille entdeckt, dass sie nicht König Nabuccos leibliche Tochter ist und damit ihr Anspruch auf Macht ungültig ist, schwört sie, den König und ihre Schwester Fenena ins Verderben zu stürzen…

Orphée et Euridice
Orpheus' Schmerz kennt keine Grenzen, als er seine geliebte Frau Eurydike verliert. Sie hat sich in eine Welt zurückgezogen, in die er ihr nicht folgen kann, eine undurchdringbare Wand aus Schatten trennt sie. Doch Orpheus kommt nicht über ihren Verlust hinweg und macht sich auf in die Dunkelheit, um Eurydike in seine Welt zurückzuholen...
Saison 2021/22

Nichts geschenkt!
Langwierig und mühsam war für die Schweizerinnen der Kampf um Stimm- und Wahlrecht, Kindsrecht, Eherecht und vieles mehr: Marie Goegg-Pouchoulin setzte mit der Gründung der ersten internationalen Frauenorganisation europaweit Massstäbe.

Ferferi فرفری
Ferferi ist persisch für «Löckchen». Das Wort weckt Erinnerungen an den Duft von Safran und Jasmin, an Tantes Laden, an die Klänge von Zuhause. Doch was bedeutet Heimat, wenn man als kleines Kind sein Geburtsland verlassen und sich in einem neuen Land zurechtfinden muss?

Brave New Life
Stellen Sie sich vor, Menschen werden nicht mehr auf natürliche Weise geboren, sondern können dank Genbehandlungen nach Wunsch designt werden. Oder Sie lernen mittels einem Computer-Gehirn-Interface neue Sprachen. Noch besser: Wagen Sie den Schritt zur Unsterblichkeit, indem Sie Ihr Bewusstsein digitalisieren! Ferne Zukunft?

Die Marquise von O...
Die Marquise von O... ist schwanger und weiss nicht von wem. Doch das glaubt der jungen Witwe niemand! Von ihren Eltern verstossen, ist sie auf sich allein gestellt, um den unbekannten Vater zu finden. Doch erst mit der Zeit wird der Marquise bewusst, dass ihre Schwangerschaft mit jener unheilvollen Nacht zu tun hat, die sie vehement zu verdrängen versucht: Russische Truppen hatten das Familiengut überfallen.

Der eingebildete Kranke
Argan geht es schlecht. Das jedenfalls behaupten er und die ihn umgebenden Ärzte, die seine Körpersäfte aufs Genaueste untersuchen. Gern bestärken sie ihn in seiner eingebildeten Krankheit und stellen beachtliche Rechnungen. Leidtragende ist Argans Tochter Angélique, die nun für ihren Vater einen angehenden Arzt heiraten soll. Dabei ist Argan weniger krank als vielmehr alt und eitel. Sichtlich geniesst er sein Bad in Selbstmitleid. Katharina Rupp inszeniert Molières Komödie temporeich und führt die hochtrabenden Entgiftungskuren und Alterswässerchen der Pharmaindustrie ad absurdum.

Die Jahreszeiten
Ein baufälliges Haus, das so tomatenfarbig angestrichen ist, dass jemand gesagt hat, man könne darin nicht wohnen, ist ein Zentrum dieser Geschichte. Darin wohnt der Ich-Erzähler mit seiner Familie und darin wohnen andere Menschen, die er beim Ein- und Auszug ebenso akribisch beobachtet wie er die Hausordnung studiert und die Farbschichten an den Wänden bestaunt.

Casanova in der Schweiz
«Gott welche Reize!», soll Giacomo Casanova bei seiner Reise durch die Schweiz im Sommer 1760 ausgerufen haben. Der 35-jährige Frauenverführer hatte gerade beschlossen, als Mönch ins Kloster Einsiedeln einzutreten, als er vor seinem Fenster eine Schönheit erblickte und seine Meinung augenblicklich wieder änderte.

I Capuleti e i Montecchi
Romeo und Julia auf der Opernbühne: die berühmteste Liebesgeschichte aller Zeiten setzt bei Bellini erst an, als sie sich bereits ihrem tragischen Ende nähert. Anders als Shakespeare lässt Bellini – wie kein anderer Komponist bekannt für seine wunderschönen, unendlichen Gesangslinien – Romeo und Giulietta in einer der berührendsten Szenen der Operngeschichte gemeinsam sterben.

Eiger
«Vier junge Draufgänger versuchen 1936, als erste die Eigernordwand zu bezwingen. Der erste Versuch im Jahr davor endete tödlich. Die radikale Natur des Bergs, die kein Erbarmen kennt, die über den Grössenwahn des kleinen Menschen spottet und ihn doch zuletzt umarmt und in sich aufnimmt, bildet die eine Ebene der Oper. Der Berggang der vier Männer ist die andere – sie stemmen sich gegen Witterung und Bergwand. Die übermächtige Natur wiederum hat etwas so Mephistophelisches wie Hexenhaftes. Im Kampf – oder besser Spiel – dem kleinen, schmächtigen Menschen gegenüber stellt sie sich in der ganzen überbordenden Wildheit und Schönheit dar, welche die Oper als Genre auszeichnet.»

Les Liaisons dangereuses
Eine brandneue Barockoper von Vivaldi! Die niederländische Gruppe OPERA2DAY bringt in Kooperation mit TOBS! die «Gefährlichen Liebschaften», ein zentrales Werk der französischen Literatur des 18. Jahrhunderts auf die Opernbühne. Die schönsten Arien Vivaldis wurden dafür mit einem neuen Libretto unterlegt und mit neu komponierten Rezitativen verbunden.






