Oreste
Mythologische Stoffe waren bei Barockkomponisten äusserst beliebt. Auch Händel war da keine Ausnahme und versah selbst die grausamsten Geschichten mit berückend schöner Musik. So auch in «Oreste»: Der Titelheld will die Ermordung seines Vaters rächen und tötet die Mutter. Fortan wird er von Schuldgefühlen und innerer Zerrissenheit gequält, flieht auf die Insel Tauris und trifft dort überraschend auf seine totgeglaubte Schwester. Doch sie ist gezwungen, im Dienst des dortigen Herrschers alle Fremden zu töten …
Für diese 1734 entstandene Oper bediente sich Händel der beliebten Form des «Pasticcio», indem er ausgewählte Arien früherer Opern neu zusammenstellte. In einer gestrafften Version erweitert Komponist und Sounddesigner Albrecht Ziepert das barocke Werk um moderne Elemente und legt so die zeitgenössische Thematik des Stücks frei.
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