Emily Hehl
Regie

Biografie
Emily Hehl ist Regisseurin und Musikerin. Sie arbeitet in Brüssel mit der Theatergruppe Needcompany in allen Bereichen der darstellenden Künste. Zu den herausragenden Produktionen dieser Zusammenarbeit zählen Ligetis «Le Grand Macabre» an der Wiener Staatsoper, «Intolleranza 1960» bei den Salzburger Festspielen und die Meta-Oper «AMOPERA» in Kooperation mit dem Klangforum Wien.
Emily Hehl studierte Rechtswissenschaften an der Universität Hagen sowie Opern- und Schauspiel-Regie an der Theaterakademie August Everding. In der Spielzeit 2023/24 eröffnete sie die erste Saison der neuen künstlerischen Leitung am Aalto Theater Essen mit Verdis «Macbeth» und inszenierte an der Oper Dortmund die deutsche Erstaufführung von Augusta Holmès’ «La Montagne Noire», die für die International Opera Awards 2024 in der Kategorie «Wiederentdecktes Werk» nominiert wurde. Frühere Projekte umfassen ihre Inszenierung von Benjamin Brittens «Curlew River» an den Landesbühnen Sachsen sowie ihre Mitwirkung an der Uraufführung von Bernhard Langs «Der Hetzer» an der Oper Dortmund, wo sie mit Kai Anne Schuhmacher an der szenischen Entwicklung arbeitete. 2025 zählte das «Bühne Magazin» sie zu einer der «15 Regisseurinnen, die man im Auge behalten sollte».
In ihrer künstlerischen Arbeit liegt der Fokus auf der sinnlichen und körperlichen Dimension von Oper und Theater. Der Körper der Ausführenden und der Einfluss der Stimme auf diesen Körper sind Ausgangspunkt und Ausdrucksmittel ihrer Arbeit. So entstehen in ihren Inszenierungen Porträts, die stark von Bewegung geprägt sind und stets die Fragilität und Mehrdeutigkeit des singenden Körpers suchen.
Emily Hehl unterrichtet an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz. Ihre jüngste Arbeit dort war «Les Deux» mit Studierenden des Programms PPCM (Performance Practice Contemporary Music).
| Saison 2025/26 |
| Laissez durer la nuit |