Iris Keller
Sängerin

Biografie
Iris Keller ist eine lyrische Sopranistin mit Arbeits- und Wohnsitz in der Schweiz und in Frankreich. In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sie sich mit der Beziehung zwischen Stimme, Geste und szenischem Raum sowie mit dem «singenden Körper» und hybriden Formen zwischen Konzert, Oper und zeitgenössischer Performance.
Sie tritt unter anderem mit der Opéra de Lausanne, der Nouvel Opéra de Fribourg dem Ensemble Vocal de Lausanne und bei TOBS! auf. Zu ihren Rollen zählt Jemmy in Rossinis «Guillaume Tell», den sie in Fribourg sang und anschliessend kurzfristig als Einspringerin am Landestheater Linz übernahm.
Im Jahr 2023 gründete sie gemeinsam mit der griechischen Bühnenbildnerin Iris Skolidi ein Kollektiv, das Mythen durch Gesang, Video und Bewegung neu interpretiert. Ihre erste Produktion, «Orfeo ed Euridice», wurde in Amsterdam gezeigt und widmet sich dem Orpheus-Mythos aus der Perspektive von Traum und Erinnerung.
Mit besonderem Interesse an zeitgenössischer Musik wirkt sie an mehreren Uraufführungen mit, unter anderem im Muziekgebouw Amsterdam, und bildet gemeinsam mit der Gitarristin Flavia Banni das Duo Nima. Iris Keller ist Preisträgerin des Ersten Preises beim Concours Léopold Bellan 2024 sowie Halbfinalistin des Concours Froville 2025. Derzeit setzt sie ihre Ausbildung im Opernstudio Bern fort und absolviert ein CAS in Dramaturgie an der Universität Lausanne. Im Jahr 2026 ist sie als Dramaturgin für das Kinder- und Jugendprojekt «LabNof 2026» des NOF engagiert.
Nach einem Masterabschluss in Kulturmanagement initiierte sie 2026 die Gründung des Festivals Les Musicales de l’Ouest Aveyron, eines Klassikfestivals im ländlichen Raum auf dem Plateau de Montbazens in Frankreich.
Die aus Lyon stammende Sängerin studierte am Conservatoire de Montreuil, an der HEMU Lausanne sowie am Conservatorium van Amsterdam. Derzeit vervollkommnet sie ihre Stimme bei Tanja Ariane Baumgartner.