Liza Ferschtman

Violine

Biografie

Für die niederländische Geigerin Liza Ferschtman ist das romantische Standardrepertoire ebenso wichtig wie Werke von zeitgenössischen Komponisten wie Fagerlund, Zuidam oder Kancheli. Besonders verbunden fühlt sie sich Schubert, Beethoven und der Musik des frühen 20. Jahrhunderts. Bachs Solowerke für Violine spielt sie komplett in einem Konzert; gleiches gilt für Bibers Rosenkranz-Sonaten.

Als gefragte Solistin tritt sie mit renommierten Orchestern auf wie der BBC Philharmonic, der Montreal Symphony und der Helsinki Philharmonic, unter Dirigenten wie Iván Fischer, Antonello Manacorda, John Storgards, Juraj Valcuha und Stéphane Denève. Als dirigierende Solistin arbeitet sie u.a. mit der Amsterdam Sinfonietta, Potsdam Kammerakademie, Lapland Chamber Orchestra, Franz Liszt Chamber Orchestra und ORCAM Madrid.

Aus Liebe zum Tanz entwickelte Liza in Zusammenarbeit mit der Gruppe für modernen Tanz LeineRoebana eine Produktion mit Solovioline und arbeitete auch  mit dem National Ballet of the Netherlands zusammen. Sie leitete 14 Jahre lang das Delft Chamber Music Festival, das unter ihrer Führung zu einem einzigartigen Kulturereignis wurde. Dort förderte sie neue Kompositionen und organisierte ein alljährliches Musiktheater.

Liza Ferschtman entschied sich bereits als Teenagerin für die Violine. Prägend waren Lehrer wie Alls Kim, Herman Krebbers und David Takeno sowie Mentoren wie Philippe Hirschhorn und Nobuko Imai. Ihre Liebe zur Barockmusik vertiefte sie bei Walter van Hauwe, Frans Brüggen und Anner Bylsma. Elisabeth Leonskaja war ihr Vorbild einer selbstlosen Künstlerin.

2006 erhielt Liza Ferschtman den Dutch Music Prize. Als Würdigung ihres Beitrags zur niederländischen Kultur wurde sie 2021 zum Offizier des Ordens von Oranje-Nassau ernannt.

Saison 2025/26
7. Sinfoniekonzert