Romulus der Grosse
Was für eine schöne Utopie: grosse Feldherren, die keine Lust auf ihr Imperium haben und lieber als Hühnerzüchter leben.
Romulus der Grosse, letzter Kaiser des Römischen Reiches, sitzt auf seinem Sommersitz und kümmert sich keinen Deut um die Staatsgeschäfte. Er interessiert sich nur für seine Hühnerzucht. Seine Minister werden nervös. Sie flehen den Kaiser an, endlich etwas gegen die anstürmenden Germanen zu unternehmen. Doch Romulus denkt nicht im Traum daran. Er ist auch nicht bereit, sein Reich durch Verkauf an den Industriellen Cäsar Rupf zu retten. Ganz im Gegenteil: Romulus hat sich eigens an die Spitze des Römischen Reiches intrigiert, um es dem Untergang preiszugeben. «Es ist ein Weltreich geworden und damit eine Einrichtung, die öffentlich Mord, Plünderung, Unterdrückung und Brandschatzung auf Kosten der anderen Völker betreibt.» Romulus’ Entourage flieht. Allein stellt er sich den Germanen, als sie seine Villa erreichen. Doch Romulus hat die Rechnung nicht mit dem germanischen Fürsten Odoaker gemacht. Dieser ist gekommen, um sich Romulus zu unterwerfen. Aus Furcht vor der Zukunft eines grossen germanischen Reiches.
Friedrich Dürrenmatt imaginiert machtmüde Machthaber und treibt sein bitterböses Spiel mit den vermeintlich Starken dieser Welt.
Mit französischer Übertitelung in Biel
TOBS! inklusiv: mit Verdolmetschung in Deutschschweizer Gebärdensprache (DSGS) bei ausgewählten Vorstellungen. Informationen dazu finden Sie hier.
31.12.2026: Die Silvestervorstellung wird von einem Apéro Riche begleitet. Stossen Sie mit uns auf das neue Jahr an!
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