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 |  2026/27 Schauspiel Produktion Schauspiel

Wenn Hamlet träumt, beginnt die Saison

Zum Auftakt unserer neuen Theatersaison laden wir Sie ein, in die faszinierende Welt von Hamlet einzutauchen: Mit der Uraufführung von Stephan Teuwissens «HAMLET TRÄUME», inszeniert von Mélanie Huber und gespielt von TOBS!-Ensemblemitglied Fabian Müller, begegnen wir einer der bekanntesten Figuren der Theatergeschichte aus einer ganz neuen Perspektive.

Warum fasziniert uns Hamlet noch immer – Jahrhunderte nach seiner Entstehung? Vielleicht, weil seine Fragen erstaunlich aktuell geblieben sind: Wer sind wir innerhalb unserer Familie? Welchen Platz nehmen wir in der Gesellschaft ein? Was sind wir bereit zu opfern, um den Erwartungen gerecht zu werden, die an uns gestellt werden? Und was geschieht mit der Liebe, wenn Zweifel, Druck und innere Konflikte immer mehr Raum einnehmen?

In «HAMLET TRÄUME» greift Stephan Teuwissen diese Fragen auf und entführt uns in ein traumartiges Spiel, in dem die Grenzen zwischen Figuren und Identitäten verschwimmen. 

Fabian Müller spricht im Samstagsinterview (Bieler Tagblatt, 29.08.26) über seine Erfahrungen auf der Probe. Hier ein Auszug:

Fabian Müller, Sie stehen zur Saisoneröffnung allein auf der Stadttheaterbühne. Wie ist es, wenn man ohne Gegenüber spielt?

Das Alleinsein ist für mich befreiend. Ich kann mir Zeit lassen, wenn ich sie brauche. Ich kann spüren: Hält das Publikum es noch mit mir aus? Diese Freiheit gefällt mir sehr. Ein Solo entwickelt für mich im Kopf einen Sog.

Im Wechsel verkörpern Sie Hamlet, Ophelia, Klaudius, Gertrude, Polonius. Haben diese Figuren jeweils einen eigenen Körper, eine eigene Stimme?

Haben sie, ja, wie genau, das finden wir gerade bei den Endproben heraus. Den Klaudius zum Beispiel verstehe ich noch nicht ganz: Ich weiss nicht, wo seine Stimme genau sitzt. Figuren, die mir näher sind, spüre ich besser. Wenn die Wechsel zwischen den Figuren schnell sind, wird es potenziell auch schnell komisch. Da muss ich aufpassen, dass sie nicht zu Karikaturen werden, sondern trotz der Geschwindigkeit echte Gefühle verhandelt werden.

In «Hamlet» werden sehr viele Fragen gestellt. Liefert das Stück auf einige Fragen auch Antworten?

Nicht im klassischen Frage-Antwort-Sinne. Aber ich finde gerade Ophelia spannend, die sich fragt, wann man etwas gehen lassen muss, obwohl man es unbedingt möchte. Das kann Menschen Hoffnung geben, die in einer ähnlichen Situation stecken.

Mehr über die Produktion und die Hintergründe erfahren Sie in unserem digitalen Programm.

Nachts flüstr’ ich ihm zu: 
Die Anerkennung, 
die wir suchen,
schafft uns ab.

Komm, Hamlet, komm, komm!
Seefahrende werden wir sein,
eher Segel als Regel beachtend
und von nichts je restlos überzeugt.
Fort aus dieser unheimlichen Heimat 
mit schiefen Halbwahrheiten
und voller Bleivergangenheit!
Seien wir ankerlos mutig, 
hafenhurig frech und–
atemlos sprachbegabt!

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