(WILDE) Mann mit traurigen Augen
Gunter hat einen Einsatz als Arzt ohne Grenzen hinter sich und steigt auf der Heimfahrt zu seinen Eltern zu früh aus dem Zug. Unter sengender Hitze begegnet er am Bahnhof einer ausgestorbenen Stadt dem Brüderpaar Flick. Diese laden ihn mittels aufdringlicher Gastfreundschaft in ihre Wohnung ein und führen ihn dort Hedy, ihrer Schwester, zu. Die ehemalige Krankenschwester nimmt sich seiner an. Ein hochkomisches und sprachliches Verwirrspiel entbrennt zwischen den Figuren, ein Tauziehen zwischen Annäherung und Abstossung.
Mit dem Stück von Händl Klaus präsentiert TOBS! eine weitere Bieler Stimme. Der österreichische Schriftsteller, der seit Jahren in Biel lebt, hat in seinen preisgekrönten Stücken eine eigene Theatersprache erschaffen, die die Figuren beim Sprechen so miteinander verbindet, dass sie ohne die andern nicht existieren. Mélanie Huber inszeniert nach «Dunkel lockende Welt» am Schauspielhaus Zürich mit diesem poetischen Sprachstück voller absurder Komik ihr zweites Stück von Händl Klaus.
Live-Einführung und Nachgespräch: Informationen hier. Nach der Vorstellung vom 21.04.26 findet ein Nachgespräch mit dem Autor Händl Klaus statt.
Anmeldung Schulklassen: Informationen und Anmeldung hier.
Stadttheater Biel
Stadttheater Solothurn
Pressestimmen
Es ist ein sinistres Verwirrspiel, voll surrealer Komik, mit pointierten Staccato-Dialogen. […] Die Brüder teilen sich Sätze, wiederholen und ergänzen sich wunderbar. In ihrem Sprachgeflecht wechseln Höflichkeit und Boshaftigkeit im Sekundentakt. Das Heiss-Kalt-Spiel setzt sich auch in den orange-blauen Kostümen und dem Lichtdesign fort. Schlagartig wechseln wortlastige (gesprochene wie gesungene) zu körperbetonten Szenen. Die Aggression entlädt sich kathartisch zu Blues, Jazz und Swing […].




