2025/26
Phädra
Der Stoff dieser klassischen Tragödie entstammt der griechischen Mythologie. Phädra und ihre Familie werden von Venus heimgesucht. Die Liebesgöttin «vergiftet» sie mit einer unmöglichen Liebe. Die vorherrschenden patriarchalen Strukturen lassen diese nicht zu. Die archaische Leidenschaft mit der Phädra liebt, entpuppt sich als selbstzerstörerische Kraft. Olivier Keller inszeniert Jean Racines Tragödie in der Übersetzung von Friedrich Schiller mit Anna Blumer in der Titelrolle.
Boss/y Helvetia
Die freie Theater- und Performancegruppe Flinn Works (Sophia und Lisa Stepf) beleuchtet in ihrer musikalischen, humorvollen und dringlichen Theaterarbeit die Chancen eines feministischen, empathischen und vielstimmigen Führungsstils in den politischen Machtzentralen. In «Boss/y Helvetia» imaginiert eine Band aus zwei Schauspielerinnen und drei Musikerinnen eine utopische, faire Weltordnung.
Der satanarchäolü-genialkohöllische Wunschpunsch
Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
Der Wunschpunsch von Michael Ende ist ein Zaubertrank, der das Gegenteil eines ausgesprochenen Wunsches bewirkt. Dies machen sich ein Kater und ein Rabe zunutze. Als Abgesandte vom Hohen Rat der Tiere gelingt es ihnen, die bösen Pläne des Zauberers Irrwitzers und seiner Tante zu durchkreuzen. Die Parabel für die ganze Familie thematisiert Klimakatastrophe und Finanzkrise ebenso wie die schützenswerte Schönheit unseres Planeten.
Warten auf Beckett
Ein Clown wartet auf einen anderen Clown. Der Legende nach hatte Samuel Beckett beim Schreiben für sein bekanntestes Stück «Warten auf Godot» Dick und Doof als Besetzung vor Augen: Stan Laurel und Oliver Hardy. Davon inspiriert, erwecken Max Merker und Aaron Hitz, in Solothurn bestens bekannt für ihre physische und humorvolle Spielweise, die Tradition der existenziellen Clownerie mit ihren eigenen Mitteln zu neuem Leben.
Home
Marthe und Michel leben mit ihren drei Kindern an einer stillgelegten Autobahn. Diese ist Spielplatz und Freiraum für die ganze Familie. Als die Autobahn aber wieder in Betrieb genommen wird und der Verkehr laut und stinkend am Haus vorbeifährt, steht die Familie vor eine Zerreissprobe. Antoine Jaccoud, Theater- und Drehbuchautor, adaptiert den Film von Ursula Meier «Home» für die Bühne. Die Regisseurin Nadine Schwitter inszeniert die Uraufführung.
(WILDE) Mann mit traurigen Augen
Die Familie Flick fristet in einer verlassenen Stadt ein von Atemnot geprägtes Leben. Gunter, ein Arzt ohne Grenzen, steigt fälschlicherweise in der Stadt aus und findet sich, von seltsamer Gastfreundschaft genötigt, mitten in der Familie wieder. Im Werk des Bieler Autors Händl Klaus entwickelt sich ein surrealistisches Spiel voll bösen Witz und Sprachgewalt. Regisseurin Mélanie Huber führt dabei ihre bei «Maria Stuart» vorgestellte musikalische Arbeit fort.
Urs Graf
Was macht den Krieg für Solddienst bis heute attraktiv? Mit dieser Frage beschäftigt sich Regisseurin Katharina Ramser ausgehend von der Biografie des Solothurner Künstlers Urs Graf. Der Kupferstecher war auch Reisläufer und kämpfte u.a. in der Schlacht von Marignano. Seine Zeichnungen heldenhafter Kampfszenen weichen nach den blutigen Erfahrungen an der Front den Schrecken des Krieges.
2026/27
HAMLET TRÄUME
«Hamlet» fasziniert uns seit Jahrhunderten: der innere Kampf Hamlets mit seiner Position in der Familie, die Liebe zwischen Ophelia und Hamlet und der Druck, für seine gesellschaftliche Rolle einzustehen. Ensemblemitglied Fabian Müller gibt sich dieser Faszination hin. Er steigt im Traumspiel von Stephan Teuwissen in die Rollen von Hamlet, Ophelia, Mutter, Onkel, Freund, Berater und Chor. In der Inszenierung von Mélanie Huber blitzen Trauer, Wut und Wahnsinn genauso auf wie Liebe und Zärtlichkeit.
Romulus der Grosse
Der letzte Kaiser des Römischen Reiches hat nur Augen für seine Hühner. Machtgelüste und Abwehrstrategien gegen die herannahenden Germanen sind ihm fremd. Sein Umfeld sorgt sich um das Imperium und die geistigen Kapazitäten seines Herrschers. Romulus unterläuft die Erwartungen seiner kriegerischen Entourage. Olivier Kellers Inszenierung von Dürrenmatts Komödie ist ein Ensemblestück, das Romulus’ Ablehnung von Macht auf den Grund geht.
Dann mach doch Limonade, bitch
Kim de l’Horizon erzählt von fantastischen Wesen, die mittels unterschiedlicher Competitions die Freiheit für sich gewinnen müssen. Sie sind in einem Monstermagen gefangen. Schlurz, die herrschende Stimme im Raum, ist unerbittlich. Die Magensäure droht, die Anwesenden zu ertränken. Rasant und voller Spielfreude treten die Schauspielenden für ihre Figuren ein. Das sprachliche und visuelle Feuerwerk mit Tiefgang bietet einen Theatermoment, der Raum und Zeit verschiebt.
Penthesilea. Ein Requiem
Penthesilea und Achill – Idole, Vorbilder, Kriegshelden – sind von gegenseitiger Liebe befallen. Sie ist die Königin, die mit ihrem Amazonenheer von Sieg zu Sieg eilt. Er ist der scheinbar unverwundbare Held der Griechen. Beide haben ihrer Vorbestimmung zu folgen. Ihr Weg ist vorgezeichnet. Die unvorhergesehene und überwältigende Liebe zueinander stellt sie vor existenzielle Fragen. Nino Haratischwili legt sie ihnen vor dem Hintergrund der aktuellen Schlachtfelder neu in den Mund.
Der satanarchäolü-genialkohöllische Wunschpunsch
Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
Der Wunschpunsch von Michael Ende ist ein Zaubertrank, der das Gegenteil eines ausgesprochenen Wunsches bewirkt. Dies machen sich ein Kater und ein Rabe zunutze. Als Abgesandte vom Hohen Rat der Tiere gelingt es ihnen, die bösen Pläne des Zauberers Irrwitzers und seiner Tante zu durchkreuzen. Die Parabel für die ganze Familie thematisiert Klimakatastrophe und Finanzkrise ebenso wie die schützenswerte Schönheit unseres Planeten.
Glaube Liebe Hoffnung
Elisabeth hat kein Geld, keine Arbeit und keinen Wohnsitz. Ohne das eine kriegt sie das andere nicht. Was tun? Woher das eine nehmen, um das andere zu erhalten? In Horváths Volksstück dreht sich eine mittellose Kleinbürgerin in einem gesellschaftlichen Karussell patriarchaler Abhängigkeiten. Nadine Schwitter inszeniert diesen «kleinen Totentanz» mit Anna Blumer in der Titelrolle.
Ozeanbitter
Mariam ist eine privat forschende Molekularbiologin. Sie hat Ozeanbitter erfunden, ein Mittel zur Weltrettung. Dank Ozeanbitter gelingt die Abkühlung der Weltmeere innerhalb von neun Monaten. Mariam wird zeitgleich eine Schwangerschaft diagnostiziert, obwohl sie noch nie Sex hatte. Christliche Kreise feiern sie als neue Mutter Maria. Dabei wollte sie doch nun endlich ihre Karriere starten. Anna Blumer stellt ihre Protagonistin in ein Spannungsfeld von Erwartungen und Hoffnungen und stellt die Frage, woran wir eigentlich glauben.
Der arme Mann von Brüttelen
Hans Rudolf Wäber hat im 18. Jahrhundert im Berner Seeland gelebt. Als Sohn von Kleinbauern ist er Angehöriger der damaligen Unterschicht. Ihm gelingt es nicht, seine Rolle in der Gesellschaft zu finden. Auf seinem Lebensweg gerät er in Konflikt mit der Justiz und wird des Landes verwiesen. Der Blick in die Geschichte sagt uns, woher wir kommen. Der Autor Martin Bieri zeichnet – berührt vom gewöhnlichen Leben, wie es auch heute viele gibt – das Dasein eines einfachen Menschen nach.













